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Wired-Kolumne „Binaural Bits“ gestartet

Binaural Bits. So heißt eine WIRED-Kolumne und Rubrik, die ich mit dem Radiobüro-Team regelmäßig bespielen werde. Es geht um Hörbares aus dem Netz, zum Beispiel um die Arbeit verschiedener Netaudio-Künstler und um im Netz veröffentlichte Hörbeiträge und Podcasts, die besonders empfehlenswert sind. Den Auftakt der neuen Rubrik macht ein Text über j.viewz’ “DNA-Project”. ►►

3D-Drucker „MakiBox A6“ für 260 Euro – 3D-Prints für Jedermann

Die Macher des Makibox A6 wollen das Drucken von Objekten nicht nur vereinfachen sondern auch sehr viel preiswerter machen als bisher. Der 3D-Drucker aus Hong Kong soll inkl. weltweitem Versand gerade mal 350 US-Dollar kosten und ist damit knapp 1000 Dollar günstiger als der vergleichbare Cube und sogar 1400 Dollar billiger als der aktuelle Makerbot Replicator.

It’s the first 3D printer designed from the ground up to be simple, completely self-contained, reliable and most important of all, affordable! We’re very excited about this project and we think it’ll be the first 3D printer to break out of the hobbyists’ garages and into the mainstream consumers’ living rooms! (makible)

Allerdings existiert erst ein Prototyp, der dank einer bereits erfolgreich abgeschlossenen Crowdfunding-Kampagne in den kommenden Wochen in Masse produziert werden soll. Ab 350 Dollar kann man sich an dem Projekt beteiligen und erhält im Gegenzug eine Selbstbauvariante des 3D-Druckers. Wer 550 Dollar zahlt, bekommt eine fertig konstruierte und geteste Version zugeschickt.

The MakiBox is a fully enclosed design, allowing for a consistent heated printing (build) space. The motors and electronics are separate from the printing space and have an active cooling fan to draw air past them to keep them cool and working at top efficiency. The printing material fits inside of the MakiBox, so nothing sticks out, keeping things neat and compact. (makible)

Ich frage mich ob und wann auch traditionelle Firmen wie Canon oder HP in den 3D-Drucker-Markt einsteigen. Ein Preis von unter 300 Euro könnte nämlich dafür sorgen, dass das Interesse am (Massen)Markt steigt. Auch die Diskussion um das Urheber-, Marken- und Patentrecht dürfte mit der gesteigerten Verbreitung von 3D-Druckern eine völlig neue Dimension erreichen. Der Makerbot-Werbesatz „Turn your ideas into real, physical objects.“ verdeutlicht, dass sich plötzlich die Idee des geistigen Eigentums in einen realen Gegenstand verwandelt.

Der seit Jahren vorherrschende Weg der Digitalisierung, der Physisches dematerialisiert und in virtuelle, digitale Daten übersetzt, erfährt durch 3D-Drucker eine faszinierende Umkehr. Virtuelle Designs werden anfassbar, benutzbar, physisch eben. Interessant auch die Frage, wer denn eigentlich die Verantwortung bzw. Haftung für gedruckte Objekte trägt. Der Designer? Der Provider, der die Designs hostet? Der 3D-Drucker-Hersteller? Der Nutzer? All das verspricht spannende Zeiten!

Crowdfund It Yourself – WordPress Crowdfunding Plugin „Ignition Deck“

Foto: Screenshot/Logo ignitiondeck.com
Foto: Screenshot/Logo ignitiondeck.com

Crowdfunding oder wie es die Wikipedia so schön im Antihip-alternativ-deutsch betitelt, Schwarmfinanzierung, ist eine tolle Sache. Ein Projekt wird von Fans oder Kunden finanziert, bevor das eigentliche Produkt überhaupt erhältlich ist. Ein Künstler nimmt im Schlafzimmer eine Songskizze auf, präsentiert das Stück seinen Fans und lädt sie ein, Teil des bald erscheinenden Albums zu werden, indem sie die Finanzierung der Studioaufnahme, Produktion und Pressung übernehmen. Im Gegenzug erhalten sie je nach Höhe ihrer finanziellen Unterstützung das fertige Endprodukt, Bonusmaterial, öffentliche Danksagungen oder sonstige Extrabonbons. Über 60 Millionen Dollar sammelten Künstler, Designer und Macher auf diese Weise bei der bekanntesten Plattform Kickstarter bisher. Die Erfolgsquote lag dabei bei 44 Prozent. Fast die Hälfte aller Kickstarter-Projekte konnten also durch die Masse im Netz finanziert werden. ►►