„We need more data and less anecdotes“ – Micah Sifry im Interview zur Cyberutopie-Debatte rund um die „Facebook-Revolution“

[audio:http://breitband.dradio.de/inhalt/uploads/2011/02/sifry.mp3]Vor 15 Jahren – und zwar fast auf den Tag genau – veröffentlichte John Perry Barlow die “Unabhängigkeitserklärung des Cyberspace” – ein bis heute einflussreicher und oft zitierter Artikel, der sich gegen staatliche Kontrolle und Zensur im Internet ausspricht. Der Cyberspace bestehe aus Transaktionen, Beziehungen und Gedanken, die wie eine stehende Welle angeordnet sind im Netz unserer Kommunikation, so Barlow. Genau solch eine Welle der Kommunikation sehen viele auch als Auslöser oder zumindest als Beschleuniger der revolutionären Umbrüche in Tunesien und Ägypten. Die schon länger anhaltende Diskussion um den Einfluss des Netzes auf Politik und Gesellschaft ist also durch die revolutionären Umbrüche neu entfacht. Aber wie sind diese Wechselwirkungen zwischen Netz und Gesellschaft nun zu bewerten? Und kann man diese überhaupt messbar machen und sich in der Diskussion von Netz-Ideologien befreien?

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