‘Portrait’

Kurzporträt Bruce Sterling für Breitband im Deutschlandradio Kultur am 25.01.2014

Bruce Sterling könnte man als Futurist bezeichnen. Er gilt als Mitbegründer des Cyberpunk, ein dystopisches, von Gewalt und Pessimismus geprägtes Science-Fiction-Genre in der Literatur. Darin wird eine Welt skizziert, in der Groß-Konzerne herrschen und Technologie stets dazu dient, Menschen zu überwachen und zu kontrollieren. Eine Welt, die in vielen Aspekten sehr real geworden ist. Die komplette Sendung, in der dieser Beitrag gesendet wurde, kann man hier nachhören. ►►

Die Webseite „I Paid A Bribe“ bekämpft Korruption in Indien – Beitrag für Breitband im Deutschlandradio Kultur

1,2 Milliarden. So viele Menschen leben derzeit etwa auf dem indischen Subkontinent. Indien gilt damit als größte Demokratie der Welt, sachlich betrachtet. Eines der großen Probleme der rasant wachsenden Gesellschaft lautet Korruption. Schmiergelder sind in Indien fast so normal wie das Curry auf dem Küchentisch. Immer mehr Bürger wehren sich jedoch gegen die Korruption in ihrem Land. Dabei soll das Netz helfen. Die Webseite I Paid A Bribe zu Deutsch: “Ich habe Schmiergeld gezahlt”, will die Missstände der alltäglichen Korruption aufdecken und animiert Bürger, ihre wiederrechtlichen Zahlungen öffentlich zu machen.

FreeQuency 043 @ ByteFM – Eine Stunde mit Henrik José

Was ist nur los in diesem Schweden? Gefühlt gibt es nicht viele Länder auf der Welt, in denen so gute Musik gemacht wird. Eine Pop-Perle nach der anderen fädelt sich dort zu einer Kette der musikalischen Hochachtung aneinander. Viele dieser Perlen sind noch unentdeckt. Der Multiinstrumentalist, Songwriter und Laptopfrickler Henrik José gehört dazu.

Aus der Demoszene stammend, hat er seine elektronischen Klänge in den ersten Jahren seiner musikalischen Phase hin zu warmen, melodiösen Ambient-Strukturen entwickelt, die er in den Jahren danach mit Gesang abrundete. Von Beginn an fanden Er und seine Musik den Weg ins Netz, selbst zu einer Zeit, in der CDs noch das Nummer 1 Musikmedium waren. Der anfänglich distanziert wirkende Künstlername Bliss passte nicht mehr zu den immer persönlicher werdenden Texten des Henrik José. Deshalb die personifizierte Namensänderung in 2007.

Ich traf den frischen Wahl-Berliner in seiner Wohnung an der Spree und verbrachte eine Stunde mit Henrik José. Ein Musiker, der sich in wunderbar melancholischen Elektronik-Pop-Spheren bewegt. ►►

Wikipedia-Adminstrator im Porträt

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Weit über eine Million Artikel gibt es derzeit in der deutschsprachigen Wikipedia. Täglich werden tausende davon bearbeitet. Oft gibt es auch Streit, was Form und Inhalt der Beiträge angeht. Vorallem bei Weltanschauungen oder politischen Themen entfernen Nutzer Passagen oder verändern Inhalte, die der eigenen Überzeugung widersprechen. Wieder und wieder. Edit-War nennt man diese öffentlichen Auseinandersetzungen innerhalb der Wikipedia. Unter anderem deswegen gibt es so eine Art Aufpasser für die Mitmach-Enzyklopädie. Den Administrator. David Ludwig ist Wissenschaftshistoriker und Philosoph am Berliner Helmholtz Zenztum für Kulturtechnik und nebenbei einer von knapp 300 ehrenamtlichen Hütern der Deutschen Wikipedia. (15.01.11 in Breitband)

20 Netaudio-Portraits für DRadio Wissen. Ein Rückblick auf Bisheriges.

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In den vergangenen Monaten wurde im Spielraum jede Woche die Welt der Netzmusik, der Netlabels und Netzkünstler vorgestellt – von der Zeit der frühen Filesharer bis hin zum weltweiten Netzwerk freier Musik. Es wurden Menschen vorgestellt, die ehrenamtlich viel Zeit investieren, um Musik im Netz zugänglich zu machen, aber auch kommerzielle Entwicklungen aufgezeigt. Eins ist dabei deutlich geworden: Aus vielen kleinen alternativen Ideen ist längst eine eigenständige Kultur der Musikverbreitung im Internet entstanden. In der 20sten Folge schaue ich mich Jochen Dreier in einem vorerst letzten (regelmäßigen) Beitrag unserer Serie einmal zurück und wir fassen zusammen, was wir auf unseren Reisen durchs Netz entdeckt haben. (mehr)

Netaudio-Podcaster und DIY-Fan Roland Graffé im Portrait

Roland Graffé aka Ronsens stellt in seinem monatlichen MachtdosePodcast bereits seit fünf Jahren die musikalischen Highlights der Netlabelszene vor. Über 1000 Songs sind in den vergangenen Jahren bereits zusammengekommen. Was in der Szene gut läuft und was nicht, das weiß der erfahrene Netaudiobeobachter. (mehr)

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Netlabel-Portrait: Die verträumten Klänge von Resting Bell

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Tagsüber ist Christian Roth Mediengestalter. Nach der Arbeit widmet er sich seinem Lieblingshobby: Ein Netlabel. „Resting Bell“ heißt es. Dort erscheint Musik, die es kaum ins Radio schafft und auch in normalen Platteläden eher selten zu finden ist: Klangkunst, neue, experimentelle Musik, so könnte man den „resting bell“ Musik-Katalog beschreiben. Zu hören sind dort vor allem verträumte Klanglandschaften, die im Grundton entspannt sind wie eine resting bell, eine ruhende Glocke. Hin und wieder wird die Ruhe jedoch unterbrochen und es erklingt Lärm, der sich am Horizont ausbreitet und unterschwellig stets präsent ist, wie der Klang einer Großstadt. (mehr)

Portrait des Bad Freienwalder Handwerkermännerchores

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In der ostbrandenburgischen Kurstadt Bad Freienwalde treffen sich jeden Montag die Sangesbrüder des Handwerkermännerchores – und das schon seit 62 Jahren. Willkommen ist jeder, dem das „Singen das Herz öffnet“. Daneben werden vor allem Zusammenhalt und gegenseitige Unterstützung groß geschrieben. (mehr)

Wikileaks im Portrait

Es gab wohl kaum ein Medium, das nicht über die brisanten Afghanistan-Protokolle berichtete. Die geheimen Informationen aus Datenbanken des US-Militärs, die der Whistleblower-Plattform Wikileaks zugespielt worden sind, zeigen die wahre Natur des Afghanistan-Krieges, so der Wikileaks-Mitbegründer Julian Assange.
Die Wahrheit, das ist es, was Assange und seine weitgehend anonymen Kollegen mit der Plattform ans Licht bringen wollen. Wikileaks ist der Knotenpunkt im Netz, an dem die unbequemen Wahrheiten der Welt zusammengeführt werden sollen. (Breitband vom 31.07.10)

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Crowdfunding – Fans finanzieren Musik

Der Hamburger Musiker Paniq alias Leonard Ritter setzt auf Qualität statt Quantität. Weil er seine Fans direkt erreichen will, lässt er sich sein neues Album kurzerhands von ihnen bezahlen. „Crowdfunding“ heißt dieses netzbasierte Spendenkonzept. Alle legen zusammen, damit das Album entstehen kann. Knapp 7000 Euro sollen so bis zum 12. Juli zusammenkommen – 5800 Euro sind bereits da. Was die Fans dafür im Gegenzug erhalten, wird laut Projekt-Webseite das bemerkenswerteste Album der ganzen Welt. [… mehr]

Error Broadcast. Netlabel 2.0

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„Ich glaube, dass diese Idee, die wir für Error Broadcast haben, so ein kleiner Trend sein kann“, sagt Sven Swift. „Dass man auf der einen Seite wie ein Netlabel funktioniert. Dass man die MP3s in einer bestimmten Qualität zum freien Download anbietet, trotzdem aber auch dann wirklich physikalische Sachen verkauft oder hochqualitative MP3s oder FLAC-Files. Ich könnte mir vorstellen, dass das ein Trend ist, wo dann auch das traditionelle Recordlabel und das Netlabel so ein bisschen auf einander zugehen.“

Error Broadcast: eines der ambitioniertesten Netlabels der Szene. Sven Swift und Filippo Aldovini starteten es 2009 und ließen die jahrelange Erfahrung ihrer vorherigen Netlabels 12rec und Zymogen in das Projekt einfließen. Musikalisch liegt der Fokus der Macher auf experimentellem, meist instrumentalem Hip-Hop mit elektronischen Einflüssen.

http://wissen.dradio.de/index.40.de.html?dram:article_id=3666

Open Radio @ DRadio Wissen

Zusammen mit Jochen Dreier produziere ich eine kleine Sendereihe zum Thema Netaudio und Creative Commons für DRadio Wissen. Die erste Folge mit dem Thema „Remix ohne Grenzen“ lief bereits „on air“ und ist nun auch online.

[audio: http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2010/06/15/drw_201006151550_netlabel-reihe_-_folge_01_-_remix_7899b179.mp3]

In der ersten Folge portraitieren wir den amerikanischen Indietronic-Musiker Stateshirt, der das Remixen seiner Musik erlaubt und somit Fans und remixwillige Künstler aus allen Teilen der Welt um sich schart.

Besonders froh bin ich über die Entscheidung der Redaktion, unserem Vorschlag, die komplette Produktion der Beiträge unter CC (BY-NC-SA) zu stellen, zu folgen. Zu jeder Ausgabe des Beitrags gibt es ein ZIP-File, in dem die einzelnen Produktionsspuren sowie das Beitragsmanuskript enthalten sind. Wer will, kann sich also daran abarbeiten, den Beitrag erweitern, umschneiden, andere Musikstücke einspielen oder etwas völlig anderes daraus machen. Remixe können an redaktionskonferenz@dradio.de geschickt werden und bekommen mit etwas Glück sogar einen Sendeplatz. Radio 2.0 könnte man sagen.

Damit dürfte DRadio Wissen das erste öffentlich-rechtliche Hörfunkprogramm sein, dass den Hörern die Möglichkeit zum Remix von Sendebeiträgen gibt.

Download und weitere Infos:
http://wissen.dradio.de/index.40.de.html?dram:article_id=3473