‘DRadio Wissen’

Das indonesische Netlabel „Yes No Wave“

Ein Netlabel in Indonesien ist etwas sehr außergewöhnliches. Schon allein die Anzahl der Internetzugänge des Südostasiatischen Inselstaates macht dies deutlich: Nur rund 8 von 100 Menschen in Indonesien haben täglichen Zugang zum Netz. Somit kommt das Land, in dem fast eine viertel Milliarde Menschen lebt, etwa auf 18 Millionen Internetnutzer. Der Zugang zum World Wide Web hat in den letzten Jahren jedoch stark zugenommen. Vor 10 Jahren lag die Zahl noch unter einem Prozent. (…mehr)

Zusammen Dinge besser machen – Casey Meehan und sein Musikprojekt rockproper.com

Gegründet wurde das Netlabel Rock Proper, das keines sein will, von Casey Meehan. Er stellt nicht nur jungen Künstlern eine Plattform zur Verfügung, auf der sie ihre Musik veröffentlichen können, sondern hat noch eine weitere Website ins Leben gerufen: Auf Music Promotion Tips können Künstler Informationen teilen, die Vermarktung und Verbreitung ihrer Musik angehen. (…mehr)

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Freie Musik für freie Filme – Der Filmmusikkomponist Jan Morgenstern

Die Filmindustrie klagt seit Jahren über zurückgehende Gewinne. Schuld daran ihrer Meinung nach das Internet und illegale Raubkopien. Teil dieser Industrie sind auch Filmmusikkomponisten, die wie viele Medienproduzenten im Netz nach neuen Wegen suchen um auf sich aufmerksam zu machen, um genug Aufträge an Land zu ziehen. Jan Morgenstern zum Beispiel sieht das Internet eher als Chance und nicht als Problem. (…mehr)

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An der Zensur vorbei: Das chinesische Netlabel Bypass

China ist die aufstrebende Wirtschaftsmacht der letzten Jahrzehnte. Auch das Internet spielt dabei eine wichtige Rolle. Allerdings ist China kein freies Land, sondern eine kommunistische Diktatur. Freier Zugang zu Youtube, Twitter oder Facebook sind undenkbar. Auch internationale Nachrichtenseiten werden zensiert. Trotzdem gelingt es einigen findigen Chinesen, die massiven Beschränkungen zu umgehen. So entwickelt sich auch in China eine alternative Netzkultur. (mehr)

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Delhotel Records veröffentlicht Mexikanische Indie-Sounds

Die Mexikanische Indie-Szene versucht seit einigen Jahren das Internet zu nutzen um auf sich aufmerksam zu machen. Auch wenn nur knapp ein Fünftel der rund 110 Millionen Einwohner Zugang zum Netz haben, das Netlabel Delhotel Records aus Monterrey versucht die vielfältigen Probleme für alternative Künstler in Mexiko durch die Möglichkeiten im World Wide Web zu lösen. (mehr)

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Das Konzept-Netlabel Peppermill Records

Das Netlabel Peppermill Records versteht sich selbst als ein Konzeptlabel. Denn neben der üblichen Veröffentlichung von Musikalben einzelner Bands, gibt es immer wieder Projekte zu bestimmten Themen. An diesen Konzeptalben arbeiten verschiedenste Musiker weltweit – über das Netz. (mehr)

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Aus dem Netz in die Wildnis

Der urbane Mensch der Gegenwart kennt die Wildnis hauptsächlich als Kulisse für Abenteuerfilme. Und seit das Internet immer mehr den Film als Medium für virtuelle Reisen ablöst, denken immer mehr Leute bei ausgedehnten, unberührten Wäldern entweder an Landschaften in Online-Rollenspielen oder an Satellitenbilder. Doch ausgerechnet ein Netlabel bricht mit dem Klischee: Die wenigen Teilnehmer des Peppermill-Festivals müssen tagelang in abgelegenen Bergregionen wandern. (…mehr)

Musik mit alten Spielekonsolen

Der Nintendo Gameboy: 1989 kam er auf den Markt. Fast 120 Millionen mal wurde er weltweit verkauft und unzählige Kinder haben sich damit die Nächte um die Ohren gehauen. Wer hätte gedacht, dass aus dieser kleinen, unscheinbaren Spielekonsole mal ein ernstzunehmendes Musikinstrument wird? (…mehr…)

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Musiklabel + Verein = Beep Beep Back Up The Truck

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Beim Wort „Verein“ denken viele an Fußball, Kegeln oder Schrebergarten – nicht aber an Musik. Doch „Beep Beep Back Up The Truck“ ist Musiklabel und Verein: Die Holländer gehen mit ihrem Modell eines Indie-Labels neue Wege. „Beep Beep“ bietet vor allem lokale Musik aus Utrecht zum freien Download unter einer Creative-Commons-Lizenz an. So gesehen ist das Team um Nicolai Adolfs ein klassisches Netlabel. Doch schon beim Start 2008 gingen die „Beep Beep“-Gründer einen Sonderweg: Sie gründeten einen Verein und lassen ihre Arbeit öffentlich fördern. Adolfs erklärt: „Wir haben ein Konzept geschrieben, wie wir Bands aus Utrecht unterstützen können und wollten vor allem mehr Interaktion zwischen der Utrechter Musikszene und dem Rest von Europa erreichen.“ [… mehr]

Crowdfunding – Fans finanzieren Musik

Der Hamburger Musiker Paniq alias Leonard Ritter setzt auf Qualität statt Quantität. Weil er seine Fans direkt erreichen will, lässt er sich sein neues Album kurzerhands von ihnen bezahlen. „Crowdfunding“ heißt dieses netzbasierte Spendenkonzept. Alle legen zusammen, damit das Album entstehen kann. Knapp 7000 Euro sollen so bis zum 12. Juli zusammenkommen – 5800 Euro sind bereits da. Was die Fans dafür im Gegenzug erhalten, wird laut Projekt-Webseite das bemerkenswerteste Album der ganzen Welt. [… mehr]

Error Broadcast. Netlabel 2.0

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„Ich glaube, dass diese Idee, die wir für Error Broadcast haben, so ein kleiner Trend sein kann“, sagt Sven Swift. „Dass man auf der einen Seite wie ein Netlabel funktioniert. Dass man die MP3s in einer bestimmten Qualität zum freien Download anbietet, trotzdem aber auch dann wirklich physikalische Sachen verkauft oder hochqualitative MP3s oder FLAC-Files. Ich könnte mir vorstellen, dass das ein Trend ist, wo dann auch das traditionelle Recordlabel und das Netlabel so ein bisschen auf einander zugehen.“

Error Broadcast: eines der ambitioniertesten Netlabels der Szene. Sven Swift und Filippo Aldovini starteten es 2009 und ließen die jahrelange Erfahrung ihrer vorherigen Netlabels 12rec und Zymogen in das Projekt einfließen. Musikalisch liegt der Fokus der Macher auf experimentellem, meist instrumentalem Hip-Hop mit elektronischen Einflüssen.

http://wissen.dradio.de/index.40.de.html?dram:article_id=3666

Open Radio @ DRadio Wissen

Zusammen mit Jochen Dreier produziere ich eine kleine Sendereihe zum Thema Netaudio und Creative Commons für DRadio Wissen. Die erste Folge mit dem Thema „Remix ohne Grenzen“ lief bereits „on air“ und ist nun auch online.

[audio: http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2010/06/15/drw_201006151550_netlabel-reihe_-_folge_01_-_remix_7899b179.mp3]

In der ersten Folge portraitieren wir den amerikanischen Indietronic-Musiker Stateshirt, der das Remixen seiner Musik erlaubt und somit Fans und remixwillige Künstler aus allen Teilen der Welt um sich schart.

Besonders froh bin ich über die Entscheidung der Redaktion, unserem Vorschlag, die komplette Produktion der Beiträge unter CC (BY-NC-SA) zu stellen, zu folgen. Zu jeder Ausgabe des Beitrags gibt es ein ZIP-File, in dem die einzelnen Produktionsspuren sowie das Beitragsmanuskript enthalten sind. Wer will, kann sich also daran abarbeiten, den Beitrag erweitern, umschneiden, andere Musikstücke einspielen oder etwas völlig anderes daraus machen. Remixe können an redaktionskonferenz@dradio.de geschickt werden und bekommen mit etwas Glück sogar einen Sendeplatz. Radio 2.0 könnte man sagen.

Damit dürfte DRadio Wissen das erste öffentlich-rechtliche Hörfunkprogramm sein, dass den Hörern die Möglichkeit zum Remix von Sendebeiträgen gibt.

Download und weitere Infos:
http://wissen.dradio.de/index.40.de.html?dram:article_id=3473

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