‘Deutschlandradio’

Social Cyborgs

[audio:http://kiezradio.org/christian-grasse/wp-content/uploads/2011/02/Vorsetzer-Cyborgs.mp3]Seit es uns Menschen gibt versuchen wir uns mit Technologie besser an die Umwelt anzupassen. Wir entwickeln Werkzeuge, die unseren Körper und dessen begrenzten Handlungsraum erweitern. Die Idee, Mensch und Technologie zusammenzubringen ist also schon so alt wie die Menschheit selbst. Heute sind Smartphones, Laptops und Webanwendungen wie Soziale Netzwerke ständige Begleiter geworden und nicht mehr wegzudenken. Sie sind quasi zu erweiterten Gliedmaßen mutiert. Der Grad der sozialen Vernetzung und die Kommunikation mentaler und physischer Zustände ist bereits Normalität. Ob wir es wollen oder nicht: Wir sind mitten drin im Zeitalter der sozialen Cyborgs.

Breitband Netzmusik vom 22.01.2010

[audio:http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2011/01/22/drk_20110122_1410_4cd477a0.mp3]

Breitband Netzmusik im Deutschlandradio Kultur vom 22.01.2010 mit „Future Beats“ Musik vom russischen Netlabel-Kollektiv Fuselab und bezaubernde Klänge der Isländischen Band Lockerbie.

Wikipedia-Adminstrator im Porträt

[audio:http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2011/01/15/drk_20110115_1425_c66713e1.mp3]

Weit über eine Million Artikel gibt es derzeit in der deutschsprachigen Wikipedia. Täglich werden tausende davon bearbeitet. Oft gibt es auch Streit, was Form und Inhalt der Beiträge angeht. Vorallem bei Weltanschauungen oder politischen Themen entfernen Nutzer Passagen oder verändern Inhalte, die der eigenen Überzeugung widersprechen. Wieder und wieder. Edit-War nennt man diese öffentlichen Auseinandersetzungen innerhalb der Wikipedia. Unter anderem deswegen gibt es so eine Art Aufpasser für die Mitmach-Enzyklopädie. Den Administrator. David Ludwig ist Wissenschaftshistoriker und Philosoph am Berliner Helmholtz Zenztum für Kulturtechnik und nebenbei einer von knapp 300 ehrenamtlichen Hütern der Deutschen Wikipedia. (15.01.11 in Breitband)

Breitband vom 08.01.11: Geldwert sozialer Netzwerke, spionierende Apps, Schuhputzer wird Youtube-Star

[audio:http://podcast-mp3.dradio.de/podcast/2011/01/08/drk_20110108_1405_efd785cd.mp3]

In der ersten Breitbandsendung des Jahres 2011 geht es um den Business-Knaller, der dieses junge Jahr fuliminant einläutete. Die Investementfirma Goldman-Sachs pumpt 450 Millionen US-Dollar in das soziale Netzwerk Facebook, weitere Investitionen und ein Börsengang werden folgen. Gesamtwert Facebooks: 50 Milliarden Dollar. Aber wie berechnet man eigentlich den Wert von sozialen Netzwerken?

Breitband-Netzmusik vom 11.12.2010: Wikileaks-Rap und Download-Singles

[audio:http://podcast-mp3.dradio.de/podcast/2010/12/11/drk_20101211_1405_a550ea5c.mp3] (komplette Breitband-Sendung vom 11.12.2010)

Passend zur Wikileaks-Sendung vom 11.12.2010 ist die Enthüllungsplattform auch Thema in der Breitband-Netzmusik: Wir hören einen britischen Rapper, der die Wikileaks-Geschichte in einem Song verpackt hat. Außerdem geht es um ein mehr oder weniger geheimes Netlabel. Beko heißt es, wird von Frankreich aus betrieben und veröffentlicht jeden Montag eine Download-Single. Mehr Fakten wollen die Macher des Projektes nicht preisgeben. Denn: man soll sich als Hörer ganz und gar auf die Musik konzentrieren.

Digitale Demokratie, Kampagnennetzwerke, Netzkunst und Social-Media-Hörspiel: Breitband vom 13.11.2010

[audio:http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2010/11/13/drk_20101113_1405_eb85b6d9.mp3]

Die Themen:

Bürgerbeteiligung 2.0 – Brauchen wir einen digitalen Neuanfang in der Politik? Die aktuellen Proteste gegen Stuttgart 21 oder die Castor-Transporte zeigen: Bürger wollen mitreden und vor allem mitentscheiden. Das Internet könnte dabei helfen, sagt der Geisteswissenschaftler Dr. Thomas Gebel. Mit ihm sprechen wir über Poltik in Netzwerkform und E-Partizipation. Denn: wir wollen klären ob das Netz reif ist für eine Digitale Demokratie.

Passend dazu porträtieren wir Julius van de Laar, der für das internationale Kampagnen-Netzwerk avaaz.org arbeitete. Die Plattform erreicht und mobilisiert mittlerweile über 6 Millionen Menschen weltweit und will nicht weniger als die Welt verändern.

Außerdem besuchen wir das Dresdner Kunstfestival CyNetArt. Dort stellen Künstler die Frage, wie der unaufhaltsame Fluss von Informationen unsere Selbst- und Körperwahrnehmung beeinflusst.

Nachdem uns diese Frage beantwortet wurde, begeben wir uns gleich in den nächsten Informationsfluss, und zwar in Form eines Hörspiels, das kooperativ über soziale Netzwerke entstand.

Breitband-Netzmusik vom 06.11.2010

[audio:http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2010/11/06/drk_20101106_1405_44fb09fe.mp3]

Breitband-Netzmusik im Deutschlandradio Kultur vom 06.11.2010

Täglich erscheinen unzählige Alben in den Weiten der Netaudioszene. Von Ambient bis Drum ’n‘ Bass, von Folk bis Metal. Wer keine Lust hat, tausende Netlabels zu erkunden und sich durch unzählige Veröffentlichungen zu hören, findet mit dem Netaudio-Magazin netlabelism.com eine Anlaufstelle im Netz, die einem das Suchen abnimmt. Redaktionell betreut und handverlesen wird dort Musik besprochen, Künstler werden interviewt und monatliche Compilations zusammengestellt.

Christian Grasse sprach mit einem der Macher. Für Markus Scholz, Betreiber des Netlabels Modularfield und Mitbegründer des Onlinemagazins ist es wichtig, mit Netlabelism.com „ein Filtermedium zu schaffen, um den Leuten, die gar nichts mit der Netaudioszene zu tun haben, eine Anlaufstelle zu bieten“.

Die bisher vier ehrenamtlichen Redakteure sind allesamt Kenner und Macher der Netlabel-Szene und richten ihren Blick ganz auf die Qualität der im Magazin besprochenen Veröffentlichungen. Denn im Netaudio-Bereich wird „so viel rausgeschossen, was auch qualitativ minderwertig ist“, kritisiert Markus Scholz. Mit netlabelism.com will der Kölner die Szene vor allem einem neuen Publikum vorstellen.

Playlist vom 06.11.2010:
Thomson & Kuhl – Heiße Luft
Norman Creed – At Sunrise
Stratoliner – Dinky Girls
The Unique Matters – Metasphera
DJCode – Journey To The Moon
Melmono – Drawning
Taschenrechnermusikant – Long Time

Musik von der Netlabelism.com-Compilation:

Download der Compilation (ZIP-Datei)
Weitere Information zur Compilation

Breitband Netzmusik vom 16.10.10

[audio:http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2010/10/16/drk_20101016_1430_814c45d7.mp3]

Die Breitband-Netzmusik beschäftigt sich diesmal mit der Do-It-Yourself-Musik des DIYM-Netlabels. Außerdem hören wir in den Soundtrack von Sintel, einem Open Source Film der Blender Foundation, der im Netz für Furore sorgt.

Do-It-Yourself-Musik im Netz
Die Macher des Netlabels DIY-Musicians durchforsten das Netz und sind auf der Suche nach Musiktalenten, die in Do-It-Yourself-Manier die Kunst in eigene Hände nehmen. Ausgewählte Songs werden zu Compilations geschnürrt, hin und wieder gibt es auch Alben oder EPs. Die Musik erscheint als freier Download unter CC-Lizenz, so soll die Bekanntheit der Künstler steigen. Insgesamt sind bisher 7 digitale Veröffentlichungen erschienen. Musikalisch setzen die Macher dabei kaum Grenzen. Es gibt Pop, Rock und Experimentelle Musik zur hören.

Open Source Film Soundtrack
Sintel“ ist der mittlerweile dritte Open Source Film der Blender Foundation. Die Gruppe rund um die freie Animationssoftware Blender hat mit dem neuesten Werk den bisher größten Erfolg feiern können. Innerhalb weniger Tage wurde die 15-minütige Abenteuergeschichte bereits weit über eine Million mal im Netz angeschaut. Der Filmmusikkomponist und Sounddesigner Jan Morgenstern war für Musik und den Ton zuständig und trug mit seiner Arbeit zum Erfolg des Projektes bei. Die Musik unterstreicht die fantasie- und detailreiche Welt, die der liebevoll animierte Film erzeugt.

Playlist vom 16.10.2010

Knoxband – Emerging From The Shadows I
MP3 | CC | KÜNSTLER | DIYM NETLABEL
Derek Clegg – Betty
MP3 | CC | KÜNSTLER | DIYM NETLABEL
4our5ive6ix – Un Nouveau Frisson (The Ascent)
MP3 | CC | KÜNSTLER | DIYM NETLABEL
Allison Weiss – I Was An Island
MP3 | CC | KÜNSTLER | DIYM NETLABEL
Quint Baker – Hand
MP3 | CC | KÜNSTLER | DIYM NETLABEL
Jan Morgenstern – Sintel Score Preview
noch unveröffentlicht (bald hier erhältlich)
Brokenkites – Wood Between The Worlds
MP3 | CC | KÜNSTLER | DIYM NETLABEL

Komplette Sendung vom 16.10 nachhören:

[audio:http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2010/10/16/drk_20101016_1405_113f087b.mp3]

Breitband vom 25.09.2010

[audio:http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2010/09/25/drk_20100925_1405_1da8878f.mp3]

Die Themen der Breitband-Sendung vom 25. September 2010: Hacker als Händler. Wie Sicherheitslücken im Netz verkauft werden. Wir sprechen mit Frank Rieger vom Chaos Computerclub und fragen: Gibt es eine Werteverschiebung bei Hackern? Machtverhältnisse in der Wikipedia. Über einen Ideologiewechsel in dem berühmtesten Online-Lexikon der Welt reden wir mit dem Soziologen und Wikipedia-Forscher Christian Stegbauer. Und: Das EU-Parlament fordert schärfere Sanktionen bei Urheberrechtsverletzungen. Über den Gallo-Bericht sprechen wir mit Prof. Dr. Annette Kur vom Max Plank Institut für Geistiges Eigentum. Die Netzmusik kommt aus Bosnien und aus den USA/Texas.

Breitband Netzmusik vom 18.09.10

DOWNLOAD MP3 via Breitband

Netlabel aus Leidenschaft: Records On Ribs
“We are merely putting into practice what we believe.”, steht in dem Manifest des Britischen Netlabels. Musik könne man nicht in Geld messen, Kunst lasse sich nicht in Zahlen und Geschäftsmodellen ausdrücken, so die Macher. Wer jedoch für die Musik, die sich irgendwo zwischen Folk, Rock und experimentellen Sounds bewegt, spenden möchte, kann das tun: Neben den freien Downloads werden auch handgemachte Musikkassetten und CD-Rs angeboten, die nur auf Bestellung hergestellt werden. All das sei nichts besonderes, schreiben die Macher bescheiden auf ihrer Webseite: “anyone could do what we are doing. A free-for-all. Brilliance obscured by an avalanche of mundanity.” In der Sendung gibt es einen kleinen musikalischen Querschnitt des Records On Ribs Musikkataloges.

Musik im Wochentakt: Bad Panda Records
Seit fast einem Jahr erscheint jeden Montag bei dem isländischen Netlabel Bad Panda Records ein Song. Die musikalische Richtung wird durch den Geschmack der sieben Macher bestimmt und schwankt zwischen Pop und Experiment. Neben den wöchentlichen Musikstücken gibt es zu jeder Veröffentlichung ein kurzes Interview mit dem jeweiligen Künstler.

Liebhaber-Musikblog: Amo Descubrir Canciones
Viele Musikblogs werben für Musik und promoten Künstler. Viele dieser Blogs werden von regelrechten Musik-Liebhabern betrieben. „Amo Descubrir Canciones„, „Ich liebe es Lieder zu entdecken“ heißt eines dieser Liebhaber-Blogs. Genauso nennen die Macher auch eine Compilation von Künstlern, deren Songs sie entdeckten, veröffentlichten und beworben.

Playlist der Netzmusik vom 18.09.10
Stray – So sorry feat. Hanna MP3 | CC
Frederik Teige – What Is New MP3 | CC
End’s not near – Indian Summer MP3 | CC
We Show Up On Radar – Street Lights MP3 | CC
Talk Less Say More – Kicking Logic MP3 | CC
Boat Beam – The Rain Pauly MP3 | CC
Astro – Railfilter MP3 | CC
Carla Morrison – Esta Soledad MP3 | CC

Portrait des Bad Freienwalder Handwerkermännerchores

[audio:http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2010/09/17/drk_20100917_1053_5cf958cf.mp3]

In der ostbrandenburgischen Kurstadt Bad Freienwalde treffen sich jeden Montag die Sangesbrüder des Handwerkermännerchores – und das schon seit 62 Jahren. Willkommen ist jeder, dem das „Singen das Herz öffnet“. Daneben werden vor allem Zusammenhalt und gegenseitige Unterstützung groß geschrieben. (mehr)

Apple pingt und Gmail weiß was wichtig ist – Die Breitband „Medien und Meinungen“

[audio:http://breitband.dradio.de/inhalt/uploads/2010/09/drk_20100904_1405_mm.mp3]

Apple versucht mit Ping in der Welt der Sozialen Netzwerke fußzufassen. Fest in iTunes integriert, sollen wir uns hinter verschlossenen Apfelmauern über Musik unterhalten und mit Empfehlungen an Freunde den Verkauf ankurbeln. Als Steve Jobs seinen Jüngern am Mittwoch ein paar neue Gadgets vorstellte, war neben runderneuerten iPods und dem ehemaligen Hobbyprojekt AppleTV vor allem das neue iTunes eine Überraschung. Ein Soziales Netzwerk für Musikbegeisterte. Ping ist in der neuen Itunes-Version 10 bereits integriert und erinnert an eine Mischung aus Facebook, Twitter und Last.fm. Besonders deutlich betonte Jobs bei der Präsentation von Ping die Privacy-Einstellungen der Software. Er erklärte, dass für Leute, die lieber unter sich bleiben wollen, feste Freundeskreise angelegt werden könnten. So würden die Informationen auch wirklich nur im Bekanntenkreis bleiben (und innerhalb der iTunes-Welt natürlich). Zwar kann man Ping auch via iPhone oder iPod nutzen aber insgesamt bleibt Ping ein Soziales Netzwerk, in dem man eingesperrt ist. “It’s like having a social network in prison.“, resumiert der Musiker Jason Mauer via Twitter. Auch Cellistin Zoe Keating, Social-Network Heavyuserin, haut Ping nicht gerade vom Hocker. “Ping is not worth getting my knickers in a knot about.”, lässt sie ihre 1,3 Millionen Follower wissen. Spiegel Online prognostiziert sogar ein „rasantes Einschlafen“ des Dienstes und schreibt “Im iTunes-Ghetto wird der Dienst bald nur noch als stiller Datensammler all der Karteileichen ackern.“ Es scheint so, als würde Apple versuchen, krampfhaft auf den Social-Network-Zug aufzuspringen. Von dem sonst so innovativen Unternehmen haben viele Nutzer mehr erwartet als eine soziale Musikmarketingmaschine.

Auch viel diskutiert wurde in dieser Woche über Googles Priority Inbox. Auf Deutsch heißt die Googlemail-Erweiterung “Sortierter Eingang” und stellt ein Emailpostfach dar, das Prioritäten setzt. Google entscheidet also, ob eine Email wichtig ist oder nicht. Ein umgekehrter Spamfilter sozusagen, womit Emails vorsortiert werden können. Der Posteingang ist nach Aktivierung des Zusatzdienstes dreigeteilt. Ganz oben erscheint eine Liste mit “wichtigen” Mails, darunter eine Liste mit Nachrichten, die man selbst als wichtig markiert hat und darunter ist der Rest einsortiert. Mit dieser automatischen Sortierhilfe soll man bis zu sechs Prozent Zeit beim täglichen Emailgebrauch einsparen, schreibt Zeit Online mit Verweis auf Googleangaben. Das wäre dann eine Woche Zeitersparnis pro Jahr. Techcrunch-Autor Jason Kincaid ist begeistert. „It’s great. I love it. But it isn’t perfect.“ Im selben Artikel warnt der Autor aber auch davor, dass diese Art der Vorsortierung eine Tür öffnen könnte, die durchaus kritisch zu hinterfragen ist. Priority Inbox könnte nämlich ein erster Schritt hin zu einer neuen Art der Email-Kommunikation werden. Mails und später auch Inhalte von Sozialen Netzwerken würden demnach in Zukunft vielleicht nicht mehr chronologisch, sondern nur noch nach Relevanz aufgelistet, so der nachdenkliche Hinweis von Kincaid.

Digital Storytelling

Am “Institut für Theorie” der Züricher Hochstschule der Künste beschäftigen sich Wissenschaftler und Künstler mit der Frage, wie Geschichten im Internet erzählt werden. Das Internet ermögliche zum Beispiel: mediale und vor allem transmediale Erzählungen. “Es geht darum, Informationen und Inhalte in verschiedenen Kanälen anzubieten, die der Zuschauer konsumiert”, erklärt zum Beispiel der amerikanische Medienwissenschaftler Henry Jenkins. Das Netz erlaube dem Publikum, sich aktiv an einer Geschichte zu beteiligen – zum Beispiel durch Foren oder soziale Netzwerke. (… via Breitband)

[audio: http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2010/08/28/drk_20100828_1410_c38c720b.mp3]

Breitband-Netzmusik mit Sounds von Black Lantern Music, Beat Is Murder und Aerotone

In der Breitband-Netzmusik vom 14.08 gibt es Popklänge vom Netlabel Aerotone. 10 Monate ist das Label bereits offline. Nun soll der Relaunch kommen. Mit ziemlich großen Veränderungen, die innerhalb der Netzmusik-Szene Wellen schlagen könnten. Außerdem gibt’s Indie und Elektronika vom Netlabel Beat Is Murder aus Östereich und Hiphop und Dubstep vom Schottischen Netlabel Black Lantern Music. (mehr)

[audio:http://podcast-mp3.dradio.de/podcast/2010/08/14/drk_20100814_1406_e68f85cb.mp3]

Wikileaks im Portrait

Es gab wohl kaum ein Medium, das nicht über die brisanten Afghanistan-Protokolle berichtete. Die geheimen Informationen aus Datenbanken des US-Militärs, die der Whistleblower-Plattform Wikileaks zugespielt worden sind, zeigen die wahre Natur des Afghanistan-Krieges, so der Wikileaks-Mitbegründer Julian Assange.
Die Wahrheit, das ist es, was Assange und seine weitgehend anonymen Kollegen mit der Plattform ans Licht bringen wollen. Wikileaks ist der Knotenpunkt im Netz, an dem die unbequemen Wahrheiten der Welt zusammengeführt werden sollen. (Breitband vom 31.07.10)

[audio:http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2010/07/31/drk_20100731_1424_196ecc65.mp3]

Breitband Netzmusik vom 31.07.2010

Die Breitband-Netzmusik widmet sich dem Netlabel Lost Children, das kryptische Musik schätzt, die ganz ohne Worte auskommt und trotzdem viel zu sagen hat. Außerdem wird Musik der Zukunft thematisiert. Und zwar nicht potenzielle Hits von Morgen, sondern Musik, die für das nächste Jahrtausend bestimmt ist.

[audio:http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2010/07/31/drk_20100731_1450_e972d819.mp3]

Breitband-Netzmusik @Dradio Kultur: Selfmade Sounds

[audio:http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2010/07/10/drk_20100710_1406_65e6e495.mp3] (Breitband-Netzmusik vom 10.07.10)

Normalerweise gehen Musiker oder Bands in ein Studio, um ein Album aufzunehmen. Bei vielen Netzmusikern ist das nicht so. Oft nehmen kreative Einzelkämpfer den Klang ihrer Stücke selbst in die Hand und vollenden ihn in Küche, Schlaf- oder Wohnzimmer. Musik, die in den eigenen vier Wänden entstand, findet im Netz ein weltweites Publikum.

Der Spanier Guillermo Farré aka Wild Honey räumte seine komplette Wohnung leer, um Platz für Instrumente und Equipment zu schaffen. Während er sein Debutalbum „Epic Handshakes and a Bear Hug“ aufnahm, muss es wirklich eng gewesen sein: In seinen Songs sind Akustik-Gitarre, Ukulele, Schlagzeug, Keyboard, Perkussions- und Blasinstrumente zu hören. Das Ergebnis der Home-Recording-Session ist sommerlicher und leichtfüßiger Folkpop.

Viele CC-Musiker sehen einem Cover oder Remix ihrer Musik mit Freude entgegen. Manchmal kann so ein Remix aber auch zum regelrechten Kampf ausarten. Aber selbst dafür gibt es eine passende Plattform Netz: Songfight.org. Dort können Musiker ihre Stücke oder Songtexte der Community vor die Füße werfen. Andere Künstler zerfetzen oder verbessern die angebotene Musik, Hörer entscheiden per Voting, wer den musikalischen Kampf gewinnt. Genau dort begann die Karriere von Jeff Fal, alias ADD Music. Was dilletantisch begann, ist in den Jahren wirklich gute Pop-Musik geworden.

Auch Michal Lotan aus Israel ist für Aufnahme, Text und Musik selbst verantwortlich. Ihr musikalischer Weg begann im Schulchor, später kam Gitarre und Schlagzeug dazu, während eines Aufenthaltes in Australien zudem noch das Schauspiel. Seit ihrer Rückkehr nach Tel Aviv füllen beide Künste ihr Herz. Zwar können wir ihr Schauspiel nicht bewerten, aber ein musikalisches Talent können wir ihr ganz sicher zuschreiben.

Tarran Gabriel kommt aus Vancouver, Kanada und nennt sich Tarran The Tailor. Der von osteuropäischen Klängen inspirierte Indie-Folk seines Debutalbums „The Salt“ schwankt zwischen Freude und Trauer, Witz und Melancholie. Man möchte gerne glauben, dass seine Lieder wahre Geschichten erzählen aber dem ist nicht so: The Salt ist der Soundtrack für einen Kurzfilm, in dem es um einen alten Mann geht, der seine Heimat verlässt, um auf Übersee sein spätes Glück zu finden. Und besonders die Reise über das Meer scheint Tarran zu beschäftigen. In einigen Liedern hört man Meeresrauschen und knarzende Segel eines einsam wirkenden Schiffes, die Bilder auf seiner Webseite sind zudem übersäht von Unterwasser-Fotografien. Ein wirklich sehr interessanter Künstler, bei dem es sich lohnt öfter und genauer hinzuschauen und hinzuhören.

Playlist:

ADD Music – The Blitz
MP3 | CC | WEBSITE
ADD Music – Sleepwalking
MP3 | CC | WEBSITE
Michal Lotan – Sounds
MP3 | CC | WEBSITE
Wild Honey – Whistling Rivalry
MP3 | CC | WEBSITE
Wild Honey – Gold Leaf
MP3 | CC | WEBSITE
Tarran The Tailor – Belong Tonight
MP3 | CC | WEBSITE
Tarran The Tailor – Will You Follow
MP3 | CC | WEBSITE
Tarran The Tailor – Belong Tonight
MP3 | CC | WEBSITE

Foto: CC by Flickr/Noel Feans

Googles kollaboratives Denklabor „Collaboratory“

Das Collaboratory ist ein „Expertenkreis, in dem Akteure aus Wissenschaft, Verbänden, Daten- und Verbraucherschutz sowie aus Internetunternehmen zusammenkommen“. Jetzt haben die 35 Experten erstmals einen Bericht der Öffentlichkeit vorgestellt, der die „Innovationskultur in der digitalen Gesellschaft“ abbilden soll. (Besprechung in „Breitband“ vom 03.07.2010)

[audio: http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2010/07/03/drk_20100703_1415_af4fe5b2.mp3]

Open Radio @ DRadio Wissen

Zusammen mit Jochen Dreier produziere ich eine kleine Sendereihe zum Thema Netaudio und Creative Commons für DRadio Wissen. Die erste Folge mit dem Thema „Remix ohne Grenzen“ lief bereits „on air“ und ist nun auch online.

[audio: http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2010/06/15/drw_201006151550_netlabel-reihe_-_folge_01_-_remix_7899b179.mp3]

In der ersten Folge portraitieren wir den amerikanischen Indietronic-Musiker Stateshirt, der das Remixen seiner Musik erlaubt und somit Fans und remixwillige Künstler aus allen Teilen der Welt um sich schart.

Besonders froh bin ich über die Entscheidung der Redaktion, unserem Vorschlag, die komplette Produktion der Beiträge unter CC (BY-NC-SA) zu stellen, zu folgen. Zu jeder Ausgabe des Beitrags gibt es ein ZIP-File, in dem die einzelnen Produktionsspuren sowie das Beitragsmanuskript enthalten sind. Wer will, kann sich also daran abarbeiten, den Beitrag erweitern, umschneiden, andere Musikstücke einspielen oder etwas völlig anderes daraus machen. Remixe können an redaktionskonferenz@dradio.de geschickt werden und bekommen mit etwas Glück sogar einen Sendeplatz. Radio 2.0 könnte man sagen.

Damit dürfte DRadio Wissen das erste öffentlich-rechtliche Hörfunkprogramm sein, dass den Hörern die Möglichkeit zum Remix von Sendebeiträgen gibt.

Download und weitere Infos:
http://wissen.dradio.de/index.40.de.html?dram:article_id=3473

Breitband Netzmusik vom 08.05.2010 (Deutschlandradio Kultur)

Foto: Screenshot www.error-broadcast.com

http://breitband.dradio.de

Netzmusik:

Komplette Sendung:

Als „record label for 21. century beat music“ bezeichnet sich das Deutsch/Italienische Projekt Error Broadcast. Betrieben wird das auf experimentelle Hiphop-Musik spezialisierte digitale Label von Sven Swift (12rec) und Filippo Aldovini (zymogen), die ihre jahrelange Netlabel-Erfahrung in Error Broadcast einfließen lassen. Dabei sticht nicht nur die außergewöhnliche Musikauswahl heraus, die – wie in der Selbstbeschreibung beabsichtigt – sehr frisch klingt. Auch die Art und Weise wie die beiden Netaudiospezialisten ihr Label betreiben, könnte wegweisend sein. Denn Error Broadcast bietet nicht nur freie Musik unter CC-Lizenz, sondern auch käufliche physische Tonträger im Vinyl-Format. Zudem werden hochqualitative Versionen der digitalen Musikdateien zum Kauf angeboten. Ist dieser Hybrid-Weg ein Trend, der sich in der Netlabelszene durchsetzen kann und somit die Tür für Professionalität und Kommerz öffnet? Wie stark ist die Annäherung zwischen Netlabels und konventionellen Plattenfirmen bereits? Christian Grasse sprach darüber mit Sven Swift.

Das komplette Interview mit Sven Swift:
DOWNLOAD MP3 (13 Min. | 96 KBPS | 8 MB)

OrouniOrouni. Ein merkwürdiger Name. Ein einfacher Name. Und das passt. Denn der Pariser Folk-Pop-Musiker hat sich einfachen Tönen und einprägsamen Melodien verschrieben. Glaubt man den Worten seiner Webseite, dann erinnern diese an infantile Shins und einen glücklichen Leonard Cohen. Eine musikalische Mischung also, die eigentlich unmöglich ist und fast ausschließlich in der Vorstellung existiert. Mit etwas verrückten Gedanken und Bildern spielt Orouni sehr gern. So singt er zum Beispiel Lieder mit Titeln wie „In The Old Days Of Our New Life“ oder „The Perfume Conspiracy“. Doch nicht nur seine Musik ist ungewöhnlich, auch die Art und Weise wie er sie veröffentlicht. Sein aktuelles Album, dass aus Remixstücken bisheriger Orouni-Songs besteht und von einem halben Dutzend internationaler Musiker neu arrangiert wurde, erschien erst auf Kassette. Dieses mit Musik beschlagene Magnetband fiel ursprünglich nur denjenigen in die Hände, die sein 2008er Album „Jump Out The Window“ kauften. Da die Nachfrage nach dem Tape so groß war, entschied sich Orouni das analoge Tape in digitaler Form im Netz zu veröffentlichen. Zu unser aller Freude unter CC-Lizenz, die nicht nur den Download, sondern auch die Weitergabe der Musik erlaubt.

Cof CofUnd noch ein merkwürdiger Name in dieser Ausgabe der Breitband-Netzmusik: Cof Cof. Dahinter stecken die beiden Spanier Ana Analógica und Álex Cuadrado. Während Ana hauptsächlich für Gitarre, Bass, Gesang und Gelächter zuständig ist, kümmert sich Álex um die elektronischen Sounds, die die Musik des spanischen Duos aus Valencia dominieren. Dabei geht alles sehr sommerlich zu. Darauf weißt nicht nur der Klang des Songs „Caribbean Boy“ hin, sondern auch die Antwort der Musiker auf die Frage, was denn ihren Sound beeinflusst habe. „Jeder Sommer zwischen 1979 und 1992“, schreiben Ana und Àlex auf ihrer Myspace-Seite und spielen damit wahrscheinlich auf die Sommerzeit ihrer Kindheit an. Kindergeschichten werden in den Songs allerdings nicht erzählt. Auf ihrem eigenständig im Netz veröffentlichtem Debutalbum „Who said Party?“ geht’s um Cocktails, schmutzige Tricks, Strandparties und um kaputte Festplatten.

SteadmanDie meisten Künstler, die wir bei Breitband vorstellen, nutzen das Netz um bekannter zu werden. Dabei können CC-Lizenzen und Netlabels durchaus hilfreich sein. Bei Steadman verläuft die Geschichte jedoch andersherum. Steadman waren bereits bekannt, bevor die Band ihre ersten Gehversuche im Netz machte. Die britische Indie-Rock-Band rund um den Sänger Simon Steadman hatte eigentlich alles, was sich ein Künstler wünschen kann: Sie bereisten die Welt, spielten mit Bands wie The Verve und Paul McCartney – Die Kritiker sprachen auch nicht schlecht über ihre Musik. Zumindest kann man das folgende Zitat, dass das Stuff-Magazine angeblich druckte, durchaus als Kompliment auffassen: „Oasis without all the assholishness“. Trotz Erfolg und Fans ging es der Band nicht gut. Vorallem finanziell stimmte es nicht. Den Grund dafür beschreibt Sänger Simon ausführlich auf der Band-Homepage: Plattenfirmen. „We’ve had 2 major label record deals and one independent record deal and although we’ve made money from being musicians it has always been indirectly or as a result of having a deal and never because of record sales. […] A major label artist will need to sell roughly 250,000 – 500,000 records before they see any money for themselves. The artists must recoup first.“ Da man mit Plattenverkäufen sowieso nichts mehr verdiene, so das Fazit der Band, entschied sich Steadman bereits im Jahr 2005 die komplette Band-Diskografie unter CC-Lizenz ins Netz zu stellen. Ausführliche Eindrücke und Statements dazu von Simon Steadman gibt es hier.

Netzmusik-Playlist vom 08.05.2010:

1. Cof Cof – Caribbean Boy
CC | DOWNLOAD | WEBSITE
2. Orouni – The Perfume Conspiracy (Elder Threat Block)
CC | DOWNLOAD | WEBSITE
3. Pixelord – Quartz Boy
CC | DOWNLOAD | WEBSITE
4. Comfort Fit – Bag Of Nothingness
CC | DOWNLOAD | WEBSITE
5. Steadman – The Bitter End
CC | DOWNLOAD | WEBSITE
6. Steadman – Come Alive
CC | DOWNLOAD | WEBSITE