Recycelte Klänge, Downloadbeschwerden, Elektrofolk – Breitband Netzmusik vom 06.07.2013


Foto: CC-BY Flickr/McCoyCreations

Aus alt mach neu, so könnte der Leitspruch von Boogie Belgique aus Gent lauten. Der belgische Produzent bedient sich an alten Swing- und Jazz-Aufnahmen und re-arrangiert sie mit Hiphop-Beats und Elektrosounds. Als “Swinghop” bezeichnet das Netlabel Dusted Wax Kingdom die recycelten Klänge und bietet 14 Stücke auf der “Nightwalker” LP zum freien Download an.

Um Aufmerksamkeit zu erzeugen müssen Künstler heute immer kreativer werden. Die Kölner Powerpopper Angelika Express waren und sind immer wieder Vorreiter für clevere Ideen zur digitalen Selbstvermarktung. Band-Aktien oder Pay What You Want zum Beispiel. Letztere Idee appelliert an die Vernunft und das Gewissen der Fans und genau das scheint nun ein wenig getrübt zu sein. Der Angelika Express kam in letzter Zeit nämlich etwas ins stocken, da immer mehr Fans das Nichtzahlen vorzogen, was die Band nun dazu veranlasste wieder ein klassisches Bezahlmodell einzuführen.

“Da unser Express keine Hobbylokomotive ist möchten wir den Zapfstrahl des Freigetränkefasses nun etwas drosseln.”

Außerdem in der Sendung: ein (noch) unbekannter Künstler, der unerkannt bleiben will. “Hi, my name is Graham Stevenson and I make music under the name Grumpus.” Mehr verrät uns Graham über sich nicht. Muss er aber auch nicht, denn die Musik spricht für sich: Feinster Indie-Folk/Pop mit leichten elektronischen Anleihen.

Nicht ganz so geheimnisvoll verhält sich das kanadische Trio Pick A Piper, das musikalisch nicht ohne Grund an Caribou erinnert, denn einige Bandmitglieder sind mit dem kanadischen Elektro-Künstler verbandelt. “Electronic-dance music structures, afrobeat polyrhythmic percussion, atmospheric sound design and loopy melodies.”, so lautet die klangliche Verortung, die das Netlabel Bad Panda Records vorgenommen hat.

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