Vom Tweet zur Tweetfonie. Beitrag für Deutschlandradio Kultur am 05.03.2014

In Dessau findet derzeit unter dem Titel “Aufbruch. Kurt Weill und die Medien.” das Kurt Weill Fest 2014 statt. Am Sonntag, den 1. März, startete das dazugehörige Projekt www.tweetfonie.de. Twitter-Nutzer hatten 24 Stunden Zeit, Melodien an die Festival-Macher zu schicken. Professionelle Komponisten verwandelten die Tweets in wenigen Stunden in fertige Orchesterstücke. Am Montag führte die Anhaltische Philharmonie die Kompositionen auf. Glücklicherweise war meine Melodie unter den 53 zufällig ausgewählten Tweets. Der Komponist Andres Reukauf hat sie in ein symphonisches Feuerwerk verwandelt. ►►

Google Music und der Tod. Oder: Wie sich der Selbstmord von Mark Linkous an meinem Frühstückstisch offenbarte.

Meinen Morgen starte ich gewöhnlich mit Google Music. Oft lasse ich die App über die Musikauswahl entscheiden. Die „Auf gut Glück!“-Radio Funktion trifft erstaunlich häufig meinen Geschmack und immer wieder frage ich mich, nach welchen Kriterien der Algorithmus die Songs auswählt. Er orientiert sich an meinem Hörverhalten, klar. Songs, die ich positive bewerte, merkt sich die Software und spielt Musik ähnlicher Künstler, Genres, usw. Youtube-Videos, die ich schaue oder in Google Plus teile oder mit einem +1 versehe, fallen ebenfalls in die Bewertung. Soweit so klar. ►►

Digitale Tarnstrategien. Beitrag für SWR2 Matinee vom 02.03.2014

Das SWR2 Sonntagsfeuilleton widmete sich am 2. März der Tarnung. „Volle Deckung – Warum wir uns tarnen„, lautete die Überschrift der Sendung Matinee. Ich sollte mich auf die Suche nach digitalen Vermummungsstrategien gegen Videoüberwachung, bzw. Gesichtserkennung machen. „CV Dazzle“ zum Beispiel: Mit farbigen Haarsträhnen und geometrischen Mustern wirken die Frisur- und Makeup-Vorlagen nicht nur futuristisch, sondern sie sollen auch Algorithmen zur Gesichtserkennung verwirren. ►►

Särge, Jugend und ein Kuchen. Drei Empfehlungen zum Hinhören.

Särge, Jugend und ein Kuchen - Empfehlungen zum Hinhören

In seinem viel zu langen aber trotzdem lesenswerten Artikel stellt Stan Alcorn absolut treffend fest, dass Audioinhalte im Netz einfach nicht die passenden Eigenschaften besitzen, die sie – anders als Bilder, Texte oder Videoclips – viral werden lassen. Das Hauptproblem: „You can listen while you drive or do the dishes, an insuperable competitive advantage over text or video, which transforms into a disadvantage when it comes to sharing the listening experience with anyone out of earshot.“ Bis wir einen Social Media integrierten „Share Now“ Button in all unseren Podcast- und Radio-Apps haben, bleibt vorerst nur die gute alte Empfehlung via Blog-Post. Ich fange einfach mal an. Hier sind drei Stücke, die mich beim Hören fasziniert haben und – noch viel wichtiger – Stücke, die nachklingen. ►►

FreeQuency Netaudio Podcast 078: „Triphop, Loops, Digitale Existenz“ vom 13.02.2014

Das schwedische Netlabel 23 Seconds meldet sich nach langer Pause endlich wieder zurück und sendet feinsten britischen Triphop von den Tracing Arcs durch den digitalen Klick-Äther. Der Berliner Loop-Künstler Helmut debutiert mit seinem schmackhaften Indiepop in Albumlänge und feiert sich selbst. Das slowakische Netlabel Gergaz zelebriert die eigene fünfjährige Existenz mit einer freien Download-Compilation. All das wird verpackt in 60 Minuten FreeQuency. (FreeQuency Netaudio Podcast 078) ►►

I Grow Digital Podcast 007: „WT-Konferenz und vernetzte Fitness“ vom 11.02.2014

Ich sprach mit Johannes Kleske und Florian Schumacher über die Wearable Technology Konferenz, die Ende Januar in München stattfand, wir schauten uns neue Fitness-Gadgets und App-gestützte Trainings-Konzepte wie Atlas, Push und The Dash an und wir diskutieren in der siebten Episode des I Grow Digital Podcasts die Idee einer digital vernetzten bzw. digital gestützten Gesundheit und Fitness. (IGD Podcast Episode 7) ►►

Überwachtes Russland, Angezeigte Regierung, Teure Spielchen – Breitband im Deutschlandradio Kultur vom 08.02.2014

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Die Olympischen Spiele in Sotschi sind nicht nur die teuersten, sondern auch die am besten überwachten Spiele aller Zeiten. In Breitband sprachen wir über die Umtriebe der russischen Überwachungsmaschinerie. Außerdem reden wir über die von Bürgerrechtsinitiativen eingereichte Strafanzeige gegen die Bundesregierung und fragen uns wie sehr die Philosophie der In-App-Käufe die Computerspiel-Kultur verändert. Abgerundet mit Netzmusik ergibt das eine Stunde voll mit Themen aus der Medien- und Digitalkultur-Sphäre. ►►

Die Transmediale und gehackte Körper, Gene, Daten und Gamer. Breitband im Deutschlandradio Kultur am 01.02.2014

Die Themen des diesjährigen Medien- und Kunst-Festivals Transmediale machen den Großteil dieser Sendung aus. Die Breitband-Crew besuchte den 48-stündigen Art Hack der Transmediale und wir waren bei der interaktiven Klangreise „Walk That Sound“ anwesend. Außerdem interviewten unsere Moderatoren den Biohacker Rüdiger Trojok und die Sozialwissenschaftlerin Kate Crawford. Thema war u.a. die politischen und ethischen Folgen von Big Data. Last but not least geht’s in der Sendung um das Zombie-Game DayZ, das in gewisser Weise die Moral seiner Spieler hackt. (Breitband vom 01.02.2014) ►►

Kurzporträt Bruce Sterling für Breitband im Deutschlandradio Kultur am 25.01.2014

Bruce Sterling könnte man als Futurist bezeichnen. Er gilt als Mitbegründer des Cyberpunk, ein dystopisches, von Gewalt und Pessimismus geprägtes Science-Fiction-Genre in der Literatur. Darin wird eine Welt skizziert, in der Groß-Konzerne herrschen und Technologie stets dazu dient, Menschen zu überwachen und zu kontrollieren. Eine Welt, die in vielen Aspekten sehr real geworden ist. Die komplette Sendung, in der dieser Beitrag gesendet wurde, kann man hier nachhören. ►►

I Grow Digital Podcast 006: Wearable CES, Google@Home, AR & VR

Mit Johannes Kleske und Florian Schumacher blicke ich im sechsten I Grow Digital Podcast zurück auf die CES in Las Vegas und wir picken uns einige der überraschend vielen Quantified Self- und Wearable Tech- Gadgets heraus, die auf der Elektronikmesse vorgestellt wurden. Außerdem geht’s um Google: Erst diverse Roboter-Unternehmen, nun die Thermostat- und Rauchmelder-Firma Nest – Google verstärkt sich auf verschiedenen Ebenen, die unsere Zukunft stark beeinflussen werden. Ebenfalls Thema: Augmented Reality-Apps für Google Glass und endlich machen wir Fortschritte im Bereich der Virtual Reality dank der neuen Oculus Rift-Version. ►►

FreeQuency Netaudio Podcast 077: Musik als Software, Folk-Dubstep, retroeklektische Sounds

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Bernd Plontsch und Nils Schäfer aka Ueki sind zu Gast bei FreeQuency. Ich sprach mit den Köpfen der Berliner Elektro-Akustik-Combo u.a. über die Software-Methapher in der Musik, denn Ueki versionieren ihre Tracks von 0.1 bis 1.0. Außerdem gibt’s neue Klänge aus der Netaudio-Szene: Instrumentelle Klavier- und Gitarrenstücke von Oskar Schuster und Gillicuddy, psychedelischer Folk-Dubstep von The Tailor, verschwurbelter Indie von Marc Neibauer und retrosprektiv-eklektische Elektropopsounds von Saint-Samuel. (FreeQuency Netaudio Podcast) ►►

Die Zukunft von gestern, heute und morgen – Breitband im Deutschlandradio Kultur vom 04.01.2014

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In der ersten Breitband-Sendung im neuen Jahr 2014 wollte ich gerne ein wenig in die Zukunft lauschen. Am Jahresbeginn tut man das ja gerne mal und deshalb war es auch nicht schwer die Kollegen in der Redaktionssitzung von dem geplanten monothematischen Sendungskonzept zu überzeugen. Es geht um Science Fiction und ihr Einfluss auf Forschung und Entwicklung, um das nächste große Ding im Interface-Universum, um die Zukunft der Überwachung und um futuristische Gaming-Konzepte. Musik aus dem Jahr 2999 rundet das ganze auch atmosphärisch ab. ►►

Netzphänomenrückblick 2013. Eine Auswahl.

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Jedes Jahr gibt es so etwas wie einen großen Internet-Hit. 2012 war es der Gangnam Style von Psy. Was war in diesem Jahr groß im Netz? Es began im Weltall, das Netz produzierte einen #Aufschrei, erreichte #Neuland und suchte tierische Fakten. Was wohl der Fuchs dazu sagt? ►►

FreeQuency Netaudio Podcast Episode 76: Elektropop, Posthardcore, Weihnachten vom 19.12.2013

Die letzte FreeQuency-Episode in 2013 ist musikalisch ziemlich perfekt zweigeteilt. Internationale Klänge zwischen Elektro, Pop und Hiphop dominieren die erste Hälfte der 76sten FreeQuency-Episode. In der zweiten Hälfte gibt’s dann Punk und Indieklänge, sogar mit Post-Hardcore-Tendenzen, u.a. aus Braslien und zum Ende passt das alles sogar noch zu Weihnachten und zwar mit einer Indie- und Post-Punk-Weihnachtscompilation. Was will man mehr? ►►

Bitcoins, Eurosur & VDS, Selfie – Breitband im Deutschlandradio Kultur vom 07.12.2013

Digitale Währungsrevolution oder einfach nur ein nerdiges Spekulationsobjekt? Was bleibt vom Bitcoin-Hype übrig? Kollegin Christine Watty und ich haben mit Informatikprofessor Raul Rojas über die Kryptowährung Bitcoin gesprochen. Außerdem in der Sendung: Jan Philipp Albrecht. Mit dem grünen Europaabgeordneten sprachen wir über das europäische Grenzüberwachungssystem Eurosur und die Vorratsdatenspeicherung. Zu guter letzt kommt der Selfie ins Programm. (Breitband, DKultur) ►►

Kiezradio Podcast Episode 18: Neuköllner Stolpersteine vom 29.11.2013

Vielleicht sind sie Euch auch schon aufgefallen, die messingbeschlagenen Steine auf dem Kopfsteinpflaster. Hin und wieder “stolpert” man über sie. Die Denkmäler des Kölner/Berliner Künstlers Gunter Demnig tragen die Namen der Opfer des Nationalsozialismus. Demnig verlegt die Stolpersteine vor den einstigen Wohnhäusern der Ermordeten und erinnert uns alle an das, was geschah: staatlich organisierter Massenmord. Am 29. November 2013 verlegte Demnig 12 neue Stolpersteine in Neukölln. Kiezradio.org hat die Aktion begleitet. ►►

Der Klangforscher Nils Frahm. Musikauswahl für Radiofeuilleton im Deutschlandradio Kultur vom 23.11.2013

Nils Frahm

Was haben eine Klobürste, ein gebrochener Daumen und ein Klavier gemeinsam? Sie sind Bestandteil der Klangforschung eines jungen Berliner Komponisten. Nils Frahm. In dieser Woche erschien sein siebtes Soloalbum, ein Livealbum. Spaces heißt es. Räume also. Ein Tribut an die verschiedenen Konzerthallen, die jedes Stück ihren eigenen Klang aufdrücken. Passend aber auch, da in Frahms Musik viel Raum ist, der mit Klang und Gefühl befüllt wird. ►►