Portrait des Bad Freienwalder Handwerkermännerchores

[audio:http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2010/09/17/drk_20100917_1053_5cf958cf.mp3]

In der ostbrandenburgischen Kurstadt Bad Freienwalde treffen sich jeden Montag die Sangesbrüder des Handwerkermännerchores – und das schon seit 62 Jahren. Willkommen ist jeder, dem das „Singen das Herz öffnet“. Daneben werden vor allem Zusammenhalt und gegenseitige Unterstützung groß geschrieben. (mehr)

Das indonesische Netlabel „Yes No Wave“

Ein Netlabel in Indonesien ist etwas sehr außergewöhnliches. Schon allein die Anzahl der Internetzugänge des Südostasiatischen Inselstaates macht dies deutlich: Nur rund 8 von 100 Menschen in Indonesien haben täglichen Zugang zum Netz. Somit kommt das Land, in dem fast eine viertel Milliarde Menschen lebt, etwa auf 18 Millionen Internetnutzer. Der Zugang zum World Wide Web hat in den letzten Jahren jedoch stark zugenommen. Vor 10 Jahren lag die Zahl noch unter einem Prozent. (…mehr)

Apple pingt und Gmail weiß was wichtig ist – Die Breitband „Medien und Meinungen“

[audio:http://breitband.dradio.de/inhalt/uploads/2010/09/drk_20100904_1405_mm.mp3]

Apple versucht mit Ping in der Welt der Sozialen Netzwerke fußzufassen. Fest in iTunes integriert, sollen wir uns hinter verschlossenen Apfelmauern über Musik unterhalten und mit Empfehlungen an Freunde den Verkauf ankurbeln. Als Steve Jobs seinen Jüngern am Mittwoch ein paar neue Gadgets vorstellte, war neben runderneuerten iPods und dem ehemaligen Hobbyprojekt AppleTV vor allem das neue iTunes eine Überraschung. Ein Soziales Netzwerk für Musikbegeisterte. Ping ist in der neuen Itunes-Version 10 bereits integriert und erinnert an eine Mischung aus Facebook, Twitter und Last.fm. Besonders deutlich betonte Jobs bei der Präsentation von Ping die Privacy-Einstellungen der Software. Er erklärte, dass für Leute, die lieber unter sich bleiben wollen, feste Freundeskreise angelegt werden könnten. So würden die Informationen auch wirklich nur im Bekanntenkreis bleiben (und innerhalb der iTunes-Welt natürlich). Zwar kann man Ping auch via iPhone oder iPod nutzen aber insgesamt bleibt Ping ein Soziales Netzwerk, in dem man eingesperrt ist. “It’s like having a social network in prison.“, resumiert der Musiker Jason Mauer via Twitter. Auch Cellistin Zoe Keating, Social-Network Heavyuserin, haut Ping nicht gerade vom Hocker. “Ping is not worth getting my knickers in a knot about.”, lässt sie ihre 1,3 Millionen Follower wissen. Spiegel Online prognostiziert sogar ein „rasantes Einschlafen“ des Dienstes und schreibt “Im iTunes-Ghetto wird der Dienst bald nur noch als stiller Datensammler all der Karteileichen ackern.“ Es scheint so, als würde Apple versuchen, krampfhaft auf den Social-Network-Zug aufzuspringen. Von dem sonst so innovativen Unternehmen haben viele Nutzer mehr erwartet als eine soziale Musikmarketingmaschine.

Auch viel diskutiert wurde in dieser Woche über Googles Priority Inbox. Auf Deutsch heißt die Googlemail-Erweiterung “Sortierter Eingang” und stellt ein Emailpostfach dar, das Prioritäten setzt. Google entscheidet also, ob eine Email wichtig ist oder nicht. Ein umgekehrter Spamfilter sozusagen, womit Emails vorsortiert werden können. Der Posteingang ist nach Aktivierung des Zusatzdienstes dreigeteilt. Ganz oben erscheint eine Liste mit “wichtigen” Mails, darunter eine Liste mit Nachrichten, die man selbst als wichtig markiert hat und darunter ist der Rest einsortiert. Mit dieser automatischen Sortierhilfe soll man bis zu sechs Prozent Zeit beim täglichen Emailgebrauch einsparen, schreibt Zeit Online mit Verweis auf Googleangaben. Das wäre dann eine Woche Zeitersparnis pro Jahr. Techcrunch-Autor Jason Kincaid ist begeistert. „It’s great. I love it. But it isn’t perfect.“ Im selben Artikel warnt der Autor aber auch davor, dass diese Art der Vorsortierung eine Tür öffnen könnte, die durchaus kritisch zu hinterfragen ist. Priority Inbox könnte nämlich ein erster Schritt hin zu einer neuen Art der Email-Kommunikation werden. Mails und später auch Inhalte von Sozialen Netzwerken würden demnach in Zukunft vielleicht nicht mehr chronologisch, sondern nur noch nach Relevanz aufgelistet, so der nachdenkliche Hinweis von Kincaid.

FreeQuency @ ByteFM mit Musik aus Leidenschaft

Als der New Yorker Dave Garwacke vor 4 Jahren begann, ein paar Konzerte von befreundeten Bands aufzuzeichnen, bestand die Idee für seine frisch gestartete Webseite ifyoumakeit.com darin, den befreundeten Bands dabei zu helfen online präsent zu sein. Mit den Jahren ist aus dem Hobbyprojekt ein virtuelles, multimediales Wohnzimmer geworden, das Livekonzerte, Sofa-Jam-Sessions, freie Downloadalben und ein Musikmagazin hervorgebracht hat. Garwecke steckt jede Minute und jeden Dollar der über ist in sein Projekt, “ Once I started my new job, I realized I had enough money to try to start cataloguing the bands that were around me.“. Das Ergebnis ist eine liebevoll kuratierte Musikauswahl von Pop und Folk bis Rock und Punk in Bild und Ton. In FreeQuency gibt es einige kleine Prachtstücke von If You Make It zu hören.

Ebenso engagiert und voller Leidenschaft ist das Netlabel Records On Ribs. „Records on Ribs is against nothing“, steht in ihrem Manifest. „We are merely putting into practice what we believe.“ Musik kann man nicht an Geld messen, Kunst lasse sich nicht in Zahlen und Geschäftsmodellen ausdrücken. „Desire cannot be quantified thusly.“ Wer für die Musik, die sich irgendwo zwischen Pop und experimenteller Musik bewegt, spenden will, kann das tun. Neben den freien Downloads werden auch handgemachte Tapes und CD-Rs angeboten, die nur auf Bestellung hergestellt werden. „Tapes, CD-Rs and the Internet give us the opportunity to distribute music for free without losing significant sums of money.“ All das sei nichts besonderes, schreiben die Macher bescheiden auf ihrer Webseite: „anyone could do what we are doing. A free-for-all. Brilliance obscured by an avalanche of mundanity.“ In der Sendung könnt ihr einen kleinen musikalischen Querschnitt des Records On Ribs Musikkataloges hören.

Selfish Whales – The Horns
MP3 | CC | WEBSITE | IF YOU MAKE IT
Paul Baribeau – Rolling Clouds
MP3 | CC | WEBSITE | IF YOU MAKE IT
The Storylines – Daisy
MP3 | CC | WEBSITE
Les Étoiles – The Clearing
MP3 | CC | WEBSITE | RECORDS ON RIBS
Candy Hearts – Punk Songs
MP3 | CC | WEBSITE | IF YOU MAKE IT
Candy Hearts – What You Want
MP3 | CC | WEBSITE | IF YOU MAKE IT
The Slate Lottery – When The Night Comes
MP3 | CC | WEBSITE | IF YOU MAKE IT
The Slate Lottery – Spring, 2008, Detroit.
MP3 | CC | WEBSITE | IF YOU MAKE IT
The Max Levine Ensemble – Ben Weasel Thinks We Suck
MP3 | CC | WEBSITE | QUOTE UNQUOTE RECORDS
The Wild – The Saddest Thing I Ever Saw
MP3 | CC | WEBSITE | QUOTE UNQUOTE RECORDS
We Show Up On Radar – An Animal Sports Day
MP3 | CC | WEBSITE | RECORDS ON RIBS
Talk Less, Say More – You Were Right About Me
MP3 | CC | WEBSITE | RECORDS ON RIBS
The Storylines – Pink Star
MP3 | CC | WEBSITE
Holcombe Waller – Bored Of Memory
MP3 | CC | WEBSITE

Zusammen Dinge besser machen – Casey Meehan und sein Musikprojekt rockproper.com

Gegründet wurde das Netlabel Rock Proper, das keines sein will, von Casey Meehan. Er stellt nicht nur jungen Künstlern eine Plattform zur Verfügung, auf der sie ihre Musik veröffentlichen können, sondern hat noch eine weitere Website ins Leben gerufen: Auf Music Promotion Tips können Künstler Informationen teilen, die Vermarktung und Verbreitung ihrer Musik angehen. (…mehr)

[audio:http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2010/09/01/drw_201009010952_netaudio_-_musik-verlegen_leicht_eccb73c4.mp3]

Digital Storytelling

Am “Institut für Theorie” der Züricher Hochstschule der Künste beschäftigen sich Wissenschaftler und Künstler mit der Frage, wie Geschichten im Internet erzählt werden. Das Internet ermögliche zum Beispiel: mediale und vor allem transmediale Erzählungen. “Es geht darum, Informationen und Inhalte in verschiedenen Kanälen anzubieten, die der Zuschauer konsumiert”, erklärt zum Beispiel der amerikanische Medienwissenschaftler Henry Jenkins. Das Netz erlaube dem Publikum, sich aktiv an einer Geschichte zu beteiligen – zum Beispiel durch Foren oder soziale Netzwerke. (… via Breitband)

[audio: http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2010/08/28/drk_20100828_1410_c38c720b.mp3]

Freie Musik für freie Filme – Der Filmmusikkomponist Jan Morgenstern

Die Filmindustrie klagt seit Jahren über zurückgehende Gewinne. Schuld daran ihrer Meinung nach das Internet und illegale Raubkopien. Teil dieser Industrie sind auch Filmmusikkomponisten, die wie viele Medienproduzenten im Netz nach neuen Wegen suchen um auf sich aufmerksam zu machen, um genug Aufträge an Land zu ziehen. Jan Morgenstern zum Beispiel sieht das Internet eher als Chance und nicht als Problem. (…mehr)

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An der Zensur vorbei: Das chinesische Netlabel Bypass

China ist die aufstrebende Wirtschaftsmacht der letzten Jahrzehnte. Auch das Internet spielt dabei eine wichtige Rolle. Allerdings ist China kein freies Land, sondern eine kommunistische Diktatur. Freier Zugang zu Youtube, Twitter oder Facebook sind undenkbar. Auch internationale Nachrichtenseiten werden zensiert. Trotzdem gelingt es einigen findigen Chinesen, die massiven Beschränkungen zu umgehen. So entwickelt sich auch in China eine alternative Netzkultur. (mehr)

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Breitband-Netzmusik mit Sounds von Black Lantern Music, Beat Is Murder und Aerotone

In der Breitband-Netzmusik vom 14.08 gibt es Popklänge vom Netlabel Aerotone. 10 Monate ist das Label bereits offline. Nun soll der Relaunch kommen. Mit ziemlich großen Veränderungen, die innerhalb der Netzmusik-Szene Wellen schlagen könnten. Außerdem gibt’s Indie und Elektronika vom Netlabel Beat Is Murder aus Östereich und Hiphop und Dubstep vom Schottischen Netlabel Black Lantern Music. (mehr)

[audio:http://podcast-mp3.dradio.de/podcast/2010/08/14/drk_20100814_1406_e68f85cb.mp3]

Delhotel Records veröffentlicht Mexikanische Indie-Sounds

Die Mexikanische Indie-Szene versucht seit einigen Jahren das Internet zu nutzen um auf sich aufmerksam zu machen. Auch wenn nur knapp ein Fünftel der rund 110 Millionen Einwohner Zugang zum Netz haben, das Netlabel Delhotel Records aus Monterrey versucht die vielfältigen Probleme für alternative Künstler in Mexiko durch die Möglichkeiten im World Wide Web zu lösen. (mehr)

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FreeQuency Folge 32 @ ByteFM

FreeQuency präsentiert Musik aus Russland, die laut Kritiker irgendwo zwischen Hiphop und Indiepop anzusiedeln ist, spielt düsteren Pop aus England, Zukunftsmusik aus dem Jahr 2999 und stellt eine Compilation vor, die die Südamerkanische Indieszene vorstellt.

Tarran The Tailor – Belong Tonight // MP3 | CC | WEBSITE
Tarran The Tailor – Will You Follow // MP3 | CC | WEBSITE
Monokle & Galun – Two Times // MP3 | CC | WEBSITE | 12REC
Monokle & Galun – Means // MP3 | CC | WEBSITE | 12REC
Azoora – Tension // MP3 | CC | WEBSITE | 23SECONDS
Azoora – Predetermined // MP3 | CC | WEBSITE | 23SECONDS
El Hajin – Out Of The Unknown // MP3 | CC | WEBSITE | PEPPERMILL RECORDS
Alphabets Heaven – Arka // MP3 | CC | WEBSITE | PEPPERMILL RECORDS
Bicicletas – Quema // MP3 | CC | WEBSITE
Astro – Railfilter // MP3 | CC | WEBSITE
Francois Peglau – One minute to midnight dream // MP3 | CC | WEBSITE
Boat Beam – The Rain Pauly // MP3 | CC | WEBSITE
Carka Morrisson – Esta Soledad // MP3 | CC | WEBSITE

Das Konzept-Netlabel Peppermill Records

Das Netlabel Peppermill Records versteht sich selbst als ein Konzeptlabel. Denn neben der üblichen Veröffentlichung von Musikalben einzelner Bands, gibt es immer wieder Projekte zu bestimmten Themen. An diesen Konzeptalben arbeiten verschiedenste Musiker weltweit – über das Netz. (mehr)

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Wikileaks im Portrait

Es gab wohl kaum ein Medium, das nicht über die brisanten Afghanistan-Protokolle berichtete. Die geheimen Informationen aus Datenbanken des US-Militärs, die der Whistleblower-Plattform Wikileaks zugespielt worden sind, zeigen die wahre Natur des Afghanistan-Krieges, so der Wikileaks-Mitbegründer Julian Assange.
Die Wahrheit, das ist es, was Assange und seine weitgehend anonymen Kollegen mit der Plattform ans Licht bringen wollen. Wikileaks ist der Knotenpunkt im Netz, an dem die unbequemen Wahrheiten der Welt zusammengeführt werden sollen. (Breitband vom 31.07.10)

[audio:http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2010/07/31/drk_20100731_1424_196ecc65.mp3]

Breitband Netzmusik vom 31.07.2010

Die Breitband-Netzmusik widmet sich dem Netlabel Lost Children, das kryptische Musik schätzt, die ganz ohne Worte auskommt und trotzdem viel zu sagen hat. Außerdem wird Musik der Zukunft thematisiert. Und zwar nicht potenzielle Hits von Morgen, sondern Musik, die für das nächste Jahrtausend bestimmt ist.

[audio:http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2010/07/31/drk_20100731_1450_e972d819.mp3]

Aus dem Netz in die Wildnis

Der urbane Mensch der Gegenwart kennt die Wildnis hauptsächlich als Kulisse für Abenteuerfilme. Und seit das Internet immer mehr den Film als Medium für virtuelle Reisen ablöst, denken immer mehr Leute bei ausgedehnten, unberührten Wäldern entweder an Landschaften in Online-Rollenspielen oder an Satellitenbilder. Doch ausgerechnet ein Netlabel bricht mit dem Klischee: Die wenigen Teilnehmer des Peppermill-Festivals müssen tagelang in abgelegenen Bergregionen wandern. (…mehr)

Musik mit alten Spielekonsolen

Der Nintendo Gameboy: 1989 kam er auf den Markt. Fast 120 Millionen mal wurde er weltweit verkauft und unzählige Kinder haben sich damit die Nächte um die Ohren gehauen. Wer hätte gedacht, dass aus dieser kleinen, unscheinbaren Spielekonsole mal ein ernstzunehmendes Musikinstrument wird? (…mehr…)

[audio:http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2010/07/21/drw_201007210752_netlabel_-_gemaboy-pop_f5e58adf.mp3]

Breitband-Netzmusik @Dradio Kultur: Selfmade Sounds

[audio:http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2010/07/10/drk_20100710_1406_65e6e495.mp3] (Breitband-Netzmusik vom 10.07.10)

Normalerweise gehen Musiker oder Bands in ein Studio, um ein Album aufzunehmen. Bei vielen Netzmusikern ist das nicht so. Oft nehmen kreative Einzelkämpfer den Klang ihrer Stücke selbst in die Hand und vollenden ihn in Küche, Schlaf- oder Wohnzimmer. Musik, die in den eigenen vier Wänden entstand, findet im Netz ein weltweites Publikum.

Der Spanier Guillermo Farré aka Wild Honey räumte seine komplette Wohnung leer, um Platz für Instrumente und Equipment zu schaffen. Während er sein Debutalbum „Epic Handshakes and a Bear Hug“ aufnahm, muss es wirklich eng gewesen sein: In seinen Songs sind Akustik-Gitarre, Ukulele, Schlagzeug, Keyboard, Perkussions- und Blasinstrumente zu hören. Das Ergebnis der Home-Recording-Session ist sommerlicher und leichtfüßiger Folkpop.

Viele CC-Musiker sehen einem Cover oder Remix ihrer Musik mit Freude entgegen. Manchmal kann so ein Remix aber auch zum regelrechten Kampf ausarten. Aber selbst dafür gibt es eine passende Plattform Netz: Songfight.org. Dort können Musiker ihre Stücke oder Songtexte der Community vor die Füße werfen. Andere Künstler zerfetzen oder verbessern die angebotene Musik, Hörer entscheiden per Voting, wer den musikalischen Kampf gewinnt. Genau dort begann die Karriere von Jeff Fal, alias ADD Music. Was dilletantisch begann, ist in den Jahren wirklich gute Pop-Musik geworden.

Auch Michal Lotan aus Israel ist für Aufnahme, Text und Musik selbst verantwortlich. Ihr musikalischer Weg begann im Schulchor, später kam Gitarre und Schlagzeug dazu, während eines Aufenthaltes in Australien zudem noch das Schauspiel. Seit ihrer Rückkehr nach Tel Aviv füllen beide Künste ihr Herz. Zwar können wir ihr Schauspiel nicht bewerten, aber ein musikalisches Talent können wir ihr ganz sicher zuschreiben.

Tarran Gabriel kommt aus Vancouver, Kanada und nennt sich Tarran The Tailor. Der von osteuropäischen Klängen inspirierte Indie-Folk seines Debutalbums „The Salt“ schwankt zwischen Freude und Trauer, Witz und Melancholie. Man möchte gerne glauben, dass seine Lieder wahre Geschichten erzählen aber dem ist nicht so: The Salt ist der Soundtrack für einen Kurzfilm, in dem es um einen alten Mann geht, der seine Heimat verlässt, um auf Übersee sein spätes Glück zu finden. Und besonders die Reise über das Meer scheint Tarran zu beschäftigen. In einigen Liedern hört man Meeresrauschen und knarzende Segel eines einsam wirkenden Schiffes, die Bilder auf seiner Webseite sind zudem übersäht von Unterwasser-Fotografien. Ein wirklich sehr interessanter Künstler, bei dem es sich lohnt öfter und genauer hinzuschauen und hinzuhören.

Playlist:

ADD Music – The Blitz
MP3 | CC | WEBSITE
ADD Music – Sleepwalking
MP3 | CC | WEBSITE
Michal Lotan – Sounds
MP3 | CC | WEBSITE
Wild Honey – Whistling Rivalry
MP3 | CC | WEBSITE
Wild Honey – Gold Leaf
MP3 | CC | WEBSITE
Tarran The Tailor – Belong Tonight
MP3 | CC | WEBSITE
Tarran The Tailor – Will You Follow
MP3 | CC | WEBSITE
Tarran The Tailor – Belong Tonight
MP3 | CC | WEBSITE

Foto: CC by Flickr/Noel Feans

FreeQuency Folge 31: Musik vom Mexikanischen Netlabel Poni Republic

FreeQuency 31 @ByteFM
„Leftfield Pop Stuffs“ lautet das Motto von The Poni Republic. Das mexikanische Netlabel veröffentlicht Musik zwischen Folk und experimentellem Elektro. Es folgt eine Stunde Musik aus dem Hause The Poni Republic.

Jóvenes y Sexys – El Reloj // MP3 | CC | WEBSITE | PONI REPUBLIC
Jóvenes y Sexys – El Reloj (María y José Remix) // MP3 | CC | WEBSITE | PONI REPUBLIC
Jóvenes y Sexys – Suerte // MP3 | CC | WEBSITE | PONI REPUBLIC
Jóvenes y Sexys – Suerte, pt. 2 // MP3 | CC | WEBSITE | PONI REPUBLIC
Jóvenes y Sexys – Gold Day (with joiejoiejoie) // MP3 | CC | WEBSITE | PONI REPUBLIC
Jóvenes y Sexys – Gold Day (Pepepe Remix) // MP3 | CC | WEBSITE | PONI REPUBLIC
The Me Band – Lead n Follow (Pepepe Remix) // MP3 | CC | WEBSITE | PONI REPUBLIC
joiejoiejoie – Hyper Green // MP3 | CC | WEBSITE | PONI REPUBLIC
Jóvenes y Sexys – Divine Hammer // MP3 | CC | WEBSITE | PONI REPUBLIC
Jóvenes y Sexys – Divine Hammer (Nuuro Re-Remake) // MP3 | CC | WEBSITE | PONI REPUBLIC
Nuuro – Diamante // MP3 | CC | WEBSITE | PONI REPUBLIC
Capullo – Prendo el ordernador // MP3 | CC | WEBSITE | PONI REPUBLIC
Capullo – Camionero // MP3 | CC | WEBSITE | PONI REPUBLIC
Bufi – Homeless Hero // MP3 | CC | WEBSITE | PONI REPUBLIC
Bufi – We Begin // MP3 | CC | WEBSITE | PONI REPUBLIC

Sendung Nachhören oder Downloaden:
http://www.myspace.com/free_quency

Musiklabel + Verein = Beep Beep Back Up The Truck

[audio:http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2010/07/07/drw_201007070750_netlabel_-_beep_beep_back_up_the_1810fe36.mp3]

Beim Wort „Verein“ denken viele an Fußball, Kegeln oder Schrebergarten – nicht aber an Musik. Doch „Beep Beep Back Up The Truck“ ist Musiklabel und Verein: Die Holländer gehen mit ihrem Modell eines Indie-Labels neue Wege. „Beep Beep“ bietet vor allem lokale Musik aus Utrecht zum freien Download unter einer Creative-Commons-Lizenz an. So gesehen ist das Team um Nicolai Adolfs ein klassisches Netlabel. Doch schon beim Start 2008 gingen die „Beep Beep“-Gründer einen Sonderweg: Sie gründeten einen Verein und lassen ihre Arbeit öffentlich fördern. Adolfs erklärt: „Wir haben ein Konzept geschrieben, wie wir Bands aus Utrecht unterstützen können und wollten vor allem mehr Interaktion zwischen der Utrechter Musikszene und dem Rest von Europa erreichen.“ [… mehr]

Googles kollaboratives Denklabor „Collaboratory“

Das Collaboratory ist ein „Expertenkreis, in dem Akteure aus Wissenschaft, Verbänden, Daten- und Verbraucherschutz sowie aus Internetunternehmen zusammenkommen“. Jetzt haben die 35 Experten erstmals einen Bericht der Öffentlichkeit vorgestellt, der die „Innovationskultur in der digitalen Gesellschaft“ abbilden soll. (Besprechung in „Breitband“ vom 03.07.2010)

[audio: http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2010/07/03/drk_20100703_1415_af4fe5b2.mp3]

Crowdfunding – Fans finanzieren Musik

Der Hamburger Musiker Paniq alias Leonard Ritter setzt auf Qualität statt Quantität. Weil er seine Fans direkt erreichen will, lässt er sich sein neues Album kurzerhands von ihnen bezahlen. „Crowdfunding“ heißt dieses netzbasierte Spendenkonzept. Alle legen zusammen, damit das Album entstehen kann. Knapp 7000 Euro sollen so bis zum 12. Juli zusammenkommen – 5800 Euro sind bereits da. Was die Fans dafür im Gegenzug erhalten, wird laut Projekt-Webseite das bemerkenswerteste Album der ganzen Welt. [… mehr]

Error Broadcast. Netlabel 2.0

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„Ich glaube, dass diese Idee, die wir für Error Broadcast haben, so ein kleiner Trend sein kann“, sagt Sven Swift. „Dass man auf der einen Seite wie ein Netlabel funktioniert. Dass man die MP3s in einer bestimmten Qualität zum freien Download anbietet, trotzdem aber auch dann wirklich physikalische Sachen verkauft oder hochqualitative MP3s oder FLAC-Files. Ich könnte mir vorstellen, dass das ein Trend ist, wo dann auch das traditionelle Recordlabel und das Netlabel so ein bisschen auf einander zugehen.“

Error Broadcast: eines der ambitioniertesten Netlabels der Szene. Sven Swift und Filippo Aldovini starteten es 2009 und ließen die jahrelange Erfahrung ihrer vorherigen Netlabels 12rec und Zymogen in das Projekt einfließen. Musikalisch liegt der Fokus der Macher auf experimentellem, meist instrumentalem Hip-Hop mit elektronischen Einflüssen.

http://wissen.dradio.de/index.40.de.html?dram:article_id=3666

Open Radio @ DRadio Wissen

Zusammen mit Jochen Dreier produziere ich eine kleine Sendereihe zum Thema Netaudio und Creative Commons für DRadio Wissen. Die erste Folge mit dem Thema „Remix ohne Grenzen“ lief bereits „on air“ und ist nun auch online.

[audio: http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2010/06/15/drw_201006151550_netlabel-reihe_-_folge_01_-_remix_7899b179.mp3]

In der ersten Folge portraitieren wir den amerikanischen Indietronic-Musiker Stateshirt, der das Remixen seiner Musik erlaubt und somit Fans und remixwillige Künstler aus allen Teilen der Welt um sich schart.

Besonders froh bin ich über die Entscheidung der Redaktion, unserem Vorschlag, die komplette Produktion der Beiträge unter CC (BY-NC-SA) zu stellen, zu folgen. Zu jeder Ausgabe des Beitrags gibt es ein ZIP-File, in dem die einzelnen Produktionsspuren sowie das Beitragsmanuskript enthalten sind. Wer will, kann sich also daran abarbeiten, den Beitrag erweitern, umschneiden, andere Musikstücke einspielen oder etwas völlig anderes daraus machen. Remixe können an redaktionskonferenz@dradio.de geschickt werden und bekommen mit etwas Glück sogar einen Sendeplatz. Radio 2.0 könnte man sagen.

Damit dürfte DRadio Wissen das erste öffentlich-rechtliche Hörfunkprogramm sein, dass den Hörern die Möglichkeit zum Remix von Sendebeiträgen gibt.

Download und weitere Infos:
http://wissen.dradio.de/index.40.de.html?dram:article_id=3473