Transparenzversprechen, Shitstürme, Papierrückzug – Breitband im Deutschlandradio Kultur am 24.03.12

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Wie transparent ist die deutsche Politik und wie transparent können Politiker und politische Prozesse überhaupt sein? Mit diesen wichtigen und immer wieder neu zu bewertenden Fragen unserer zunehmend digitalen Gesellschaft geht es in der ersten Hälfte der Sendung. Außerdem widmet sich Breitband als Magazinsendung mit Digital-Fokus dem Papier. Von wegen Untergang der Printmedien! Allerhöchstens Rückzug, sagt Lothar Müller in seinem Buch “Weiße Magie”. Wir sprechen über das gute alte Holz-Medium und seine nicht weniger magischen, digitalen Nachfahren.

FreeQuency 053 @ ByteFM vom 15.03.2012: Weird-Folk, Noise-Pop und DiY-Attitüden

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Die 53ste Ausgabe von FreeQuency steckt voller Erkenntnisse. Man erfährt was „New Weird America“ bedeutet und lernt, dass totgesagte länger leben, vor allem wenn die musikalische Wiedergeburt mit einer Namensänderung daherkommt, so wie es bei dem dänischen, experimentierfreudigen Elektropop-Netlabel Uhrlaut der Fall ist (früher urlyd). Ähnliches passiert hoffentlich auch bald mit dem Ende 2011 in den Winterschlaf versunkenen Netlabel Peppermill Records. Das hält seine Fans mit einer Kompilation bei Laune, die es in sich hat. Außerdem in der Sendung: liebevoll handgemachte und dabei absichtlich zerbrochene Indiefolk-Klänge aus Australien, rauer Noisepop aus Florida und flockiger Postrock aus Hamburg. Wie immer alles frei und aus dem Netz.

Spotify startet in Deutschland – Besprechung für WDR Funkhaus Europa

Nun ist also offiziell: Nach Musikstreaming-Diensten wie Napster oder Simfy startet nun auch Spotify in Deutschland. Über 16 Millionen Songs kann man so derzeit via Internet hören und das sogar kostenlos, durch Werbung finanziert. Das ist soviel Musik, dass man 100 Jahre bräuchte, um sie zu hören. Eine griffige Zahl, die z.B. Spotify clever für’s Marketing nutzt. Deutschland ist das 13te Land, in dem der schwedische Streaming-Dienst Fuß fasst. Was sind die Erfahrungen in anderen europäischen Ländern, in denen der Dienst schon eine Weile aktiv ist?

Behavior Engineering: Wie Webdienste unser Verhalten manipulieren.

Wenn wir eine Mail von Facebook bekommen oder unser Smartphone eine Nachricht bei Twitter besummt, werden wir aktiv und klicken ins Web. Ganz so animalisch wie Pawlows Hunde sind wir dabei nicht, glaubt Nir Eyal, der über die Schnittstelle zwischen Psychologie, Technologie, Business und Neurowissenschaft bloggt. Aber bestimmte Dinge ziehen uns einfach an, und das nutzen Webanbieter aus.

Stratfor-Leaks, Putin-Protest, Facebook-Perso – Breitband im Deutschlandradio Kultur vom 03.03.2012

[audio:http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2012/03/03/drk_20120303_1405_a7a06cda.mp3] Wikileaks, Stratfor und Anonymous. Welche Relevanz hat die Veröffentlichung der “Global Intelligence Files”? Präsidentschaftswahlen in Russland. Welche Rolle spielt das Netz im Protest für und gegen Putin? Spotify bald auch in Deutschland!? Rettet das Musikstreaming die Musikindustrie? Facebook-Account als Personalausweis. Medienkünstler Tobias Leingruber inszeniert Facebook-Event.

3D-Drucker „MakiBox A6“ für 260 Euro – 3D-Prints für Jedermann

Die Macher des Makibox A6 wollen das Drucken von Objekten nicht nur vereinfachen sondern auch sehr viel preiswerter machen als bisher. Der 3D-Drucker aus Hong Kong soll inkl. weltweitem Versand gerade mal 350 US-Dollar kosten und ist damit knapp 1000 Dollar günstiger als der vergleichbare Cube und sogar 1400 Dollar billiger als der aktuelle Makerbot Replicator.

It’s the first 3D printer designed from the ground up to be simple, completely self-contained, reliable and most important of all, affordable! We’re very excited about this project and we think it’ll be the first 3D printer to break out of the hobbyists’ garages and into the mainstream consumers’ living rooms! (makible)

Allerdings existiert erst ein Prototyp, der dank einer bereits erfolgreich abgeschlossenen Crowdfunding-Kampagne in den kommenden Wochen in Masse produziert werden soll. Ab 350 Dollar kann man sich an dem Projekt beteiligen und erhält im Gegenzug eine Selbstbauvariante des 3D-Druckers. Wer 550 Dollar zahlt, bekommt eine fertig konstruierte und geteste Version zugeschickt.

The MakiBox is a fully enclosed design, allowing for a consistent heated printing (build) space. The motors and electronics are separate from the printing space and have an active cooling fan to draw air past them to keep them cool and working at top efficiency. The printing material fits inside of the MakiBox, so nothing sticks out, keeping things neat and compact. (makible)

Ich frage mich ob und wann auch traditionelle Firmen wie Canon oder HP in den 3D-Drucker-Markt einsteigen. Ein Preis von unter 300 Euro könnte nämlich dafür sorgen, dass das Interesse am (Massen)Markt steigt. Auch die Diskussion um das Urheber-, Marken- und Patentrecht dürfte mit der gesteigerten Verbreitung von 3D-Druckern eine völlig neue Dimension erreichen. Der Makerbot-Werbesatz „Turn your ideas into real, physical objects.“ verdeutlicht, dass sich plötzlich die Idee des geistigen Eigentums in einen realen Gegenstand verwandelt.

Der seit Jahren vorherrschende Weg der Digitalisierung, der Physisches dematerialisiert und in virtuelle, digitale Daten übersetzt, erfährt durch 3D-Drucker eine faszinierende Umkehr. Virtuelle Designs werden anfassbar, benutzbar, physisch eben. Interessant auch die Frage, wer denn eigentlich die Verantwortung bzw. Haftung für gedruckte Objekte trägt. Der Designer? Der Provider, der die Designs hostet? Der 3D-Drucker-Hersteller? Der Nutzer? All das verspricht spannende Zeiten!

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk im Netz – Breitband im Deutschlandradio Kultur vom 25.02.2012

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Wer darf in Zukunft im Internet was machen und was nicht? Die Debatten um die Aufteilung des digitalen Marktes sind voll entfacht. Stichwort: Online-Auftritte von ARD, ZDF und der Verleger. Die Verlage werfen den Sendern vor, im Internet und auf der Tagesschau-App presseähnliche Angebote zu veröffentlichen. Damit würden sie den Tageszeitungen direkt Konkurrenz machen.

FreeQuency @ ByteFM 52 – Surf-Pop, Indiefolk, Soul-Hiphop

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In der Februar-Ausgabe präsentiert euch FreeQuency eine wilde Netzmusik-Mischung aus Surf-Pop, Alternative-Country und Folk sowie Musik, in der Old School Rap auf Funk & Soul trifft und 60s Garage-Klänge auf Spaghettiwestern-Soundtracks prallen. Diesmal im FreeQuency-Interview: Geert van der Velde von der holländischen Indiefolk-Band The Black Atlantic, der u.a. über seine Erfahrungen mit dem Crowdfunding-Konzept spricht. Download- und Infolinks samt Playlist gibt es hier.

Proberaumgespräch: ByteFM-FreeQuency Special mit der Berliner Band Ludwig

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In der ersten FreeQuency-Sendung in 2012 besuche ich für ByteFM die Berliner Band Ludwig und spreche mit Sänger Peter Dick und Gitarrist Petja Bartels über das jüngste Schaffen der DIY-Spezialisten, das sie in Form ihres Debutalbums „Koltrast“ bei dem Münchner Netlabel Aerotone veröffentlicht haben. In der Sendung werden 8 Songs des Debuts präsentiert und diverse Indiemusikerthemen abgehandelt. Wie nimmt man ein Album in Eigenregie mit kleinstem Geldbeutel auf und lässt es dabei trotzdem professionell klingen? Wo liegen die Unterscheide zwischen Kelleraufnahmen im Do It Yourself Stil und der Arbeit in einer professionellen Studioumgebung? Was bedeutet eigentlich der Begriff des Albums heutzutage und wie ändert das Netz die eigene künstlerische Identität?

Vinyl in digitalen Zeiten – Beitrag für DRadio Wissen am 19.01.2012

Als 1982 die Audio-CD auf den Markt kam, galt die Schallplatte im Handumdrehen als antiquiertes Medium. Die Musikindustrie machte Milliardenumsätze mit der digitalen Neuauflage alter Aufnahmen. Die Vinylplatte hingegen rutschte in die Liebhabernische oder schlimmer: in die Grabbelkisten unzähliger Trödelmärkte dieser Welt. Der Siegeszug der Digitalisierung und des Internets hätte diesen Trend eigentlich verstärken müssen, sollte man meinen. Aber: Das Gegenteil ist der Fall. Während die CD von Jahr zu Jahr an Stellenwert verliert und in den USA bereits vom Musikdownload verdrängt wurde, ist die Schallplatte wieder im Kommen. Christian Grasse hat das gute, alte Vinyl für uns etwas entstaubt. (19.01.12, DRadio Wissen)

DRadio Wissen Redaktionskonferenz live vom Chaos Communication Congress 28c3.

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In Berlin findet der 28. Jahreskongress des Chaos Computer Clubs statt. Vom 27. bis 30 Dezember gibt es Vorträge und Workshops zu neuen Trends und alten Gefahren in der digitalen Sphäre. Moritz Metz und Christian Grasse berichten auf DRadio Wissen über die Chaos Communication Conference. Außerdem unterhalten wir uns mit dem Podcaster und Medienkünstler Tim Pritlove.

Cory Doctorow über den „War on computation“. Besprechung für DRadio Wissen vom 28.12.11

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Wie jedes Jahr fand auch in 2011 zwischen Weihnachten und Silvester der Chaos Communication Congress statt. Tausende Hacker, Technik- und Politikinteressierte trafen sich in Berlin um neueste Trends, Auswirkungen und Projektionen von Technologie zu diskutieren. Dutzende Vorträge und Workshops finden an den vier Tagen des Kongresses statt. Am ersten Abend der Veranstaltung sprach einer der Popstars der Szene, Cory Doctorow, über den „War on Computation“.

FreeQuency Folge 050 @ ByteFM vom 22.12.11

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Überall werden wir beweihnachtet. FreeQuency macht da nicht mit. Es wird nicht einen einzigen Weihnachtssong zu hören geben, versprochen! Aber trotzdem gibt’s viele Geschenke zum virtuellen Auspacken und Anhören. FreeQuency präsentiert in der 50sten Ausgabe 15 freie Download-Songs von isländischen Hymnen, über koreanischen Elektrojazz bis hin zu argentinischem Surf-Punk.

Das Netz als Simulations- und Problemlösungsmaschine. Breitband im Deutschlandradio Kultur vom 26.11.11

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Finanzkrise, Klimawandel, Urheberrecht, Datenschutz. Viele Probleme bedürfen einer Strategie für die Zukunft. Klar ist: EINE Lösung gibt es nicht. Wie können wir globale Probleme lösen, wie sehen adäquate Strategien im Netzzeitalter aus? Was bringen algorithmengestützte Prognoseverfahren? Liegt die Lösung in der Verbindung aus geschickter Daten-Korrelation und einer intelligenten Vernetzung von Wissen?

ByteFM FreeQuency Folge 49 vom 24.11.2011

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Der kühle, graue Herbst ist da und wird vorerst auch bleiben. Der 49ste FreeQuency-Podcast verstreut ein paar musikalische Sonnenstrahlen, die Dank der Band Conveyer und ihrer “Sun Ray EP” beinahe plastische Formen annehmen. Außerdem gibt’s wärmende Folksongs von The Black Atlantic und Soledad Vélez. Und da auch Strom wärmen kann, wird’s am Ende elektronisch mit Anon, Felix Green und einem Dad Rocks! Remix.

Musik per Gesicht und Gehirn – Beitrag für DRadio Wissen

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Hirnströme können in Musik verwandelt werden. Und es gibt Programme, die das Gesicht scannen und den Wimpernschlag in Töne verwandeln. Die Augenbrauen steuern zum Beispiel die Lautstärke oder erzeugen einen Halleffekt. Wenn man den Kopf neigt oder sich dichter zur Kamera bewegt, ändert sich die Tonhöhe.

Netaudiopodcasts, Google Music, Itunes Match – Breitband Netzmusik im Deutschlandradio Kultur am 19.11.11

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Für Musikinteressierte gab es in dieser Woche viele Neuigkeiten: Google Music, iTunes Match, Spotify, WahWahFM und eine überraschende Musikentdeckungsstudie. Außerdem klären wir heute wo und wie man an neue und gute Netzmusik kommt, ohne sich durch unzählige Musik-Plattformen klicken zu müssen. Netzmusik-Podcasts sind eine sehr entspannte und unterhaltsame Möglichkeit neue Musik zu entdecken.

Crowdfund It Yourself – WordPress Crowdfunding Plugin „Ignition Deck“

Foto: Screenshot/Logo ignitiondeck.com
Foto: Screenshot/Logo ignitiondeck.com

Crowdfunding oder wie es die Wikipedia so schön im Antihip-alternativ-deutsch betitelt, Schwarmfinanzierung, ist eine tolle Sache. Ein Projekt wird von Fans oder Kunden finanziert, bevor das eigentliche Produkt überhaupt erhältlich ist. Ein Künstler nimmt im Schlafzimmer eine Songskizze auf, präsentiert das Stück seinen Fans und lädt sie ein, Teil des bald erscheinenden Albums zu werden, indem sie die Finanzierung der Studioaufnahme, Produktion und Pressung übernehmen. Im Gegenzug erhalten sie je nach Höhe ihrer finanziellen Unterstützung das fertige Endprodukt, Bonusmaterial, öffentliche Danksagungen oder sonstige Extrabonbons. Über 60 Millionen Dollar sammelten Künstler, Designer und Macher auf diese Weise bei der bekanntesten Plattform Kickstarter bisher. Die Erfolgsquote lag dabei bei 44 Prozent. Fast die Hälfte aller Kickstarter-Projekte konnten also durch die Masse im Netz finanziert werden. ►►

Die Webseite „I Paid A Bribe“ bekämpft Korruption in Indien – Beitrag für Breitband im Deutschlandradio Kultur

1,2 Milliarden. So viele Menschen leben derzeit etwa auf dem indischen Subkontinent. Indien gilt damit als größte Demokratie der Welt, sachlich betrachtet. Eines der großen Probleme der rasant wachsenden Gesellschaft lautet Korruption. Schmiergelder sind in Indien fast so normal wie das Curry auf dem Küchentisch. Immer mehr Bürger wehren sich jedoch gegen die Korruption in ihrem Land. Dabei soll das Netz helfen. Die Webseite I Paid A Bribe zu Deutsch: “Ich habe Schmiergeld gezahlt”, will die Missstände der alltäglichen Korruption aufdecken und animiert Bürger, ihre wiederrechtlichen Zahlungen öffentlich zu machen.