Hiphop-Kritik, Weltumspannende Melancholie und schmackhafte Rhythmen. Breitband Netzmusik vom 27.09.2014

Der amerikanische Südstaaten-Rapper Brandon B-May Maynard vertont Hiphopkritik, außerdem gibt’s in der Breitband-Sendung vom 27.09.2014 melancholische Klänge von Litauen bis Nordamerika, schmackhafte Salsa-Klänge und einen Afrobeat-Mix.

Brandon Maynard alias B-May lebt in Texas, USA und liebt Hiphop. Und ärgert sich. Denn im Hiphop geht es seiner Meinung nach nur noch ums Geschäft, zudem sei die Szene zum Großteil respektlos und sexistisch. In seinem Song “What happened to Hiphop” fasst er seine Kritik zusammen. Musikalisch schnürrt er sein Hiphop-Paket aus Pop, Soul und R&B.

Im Nordwesten der USA ist die Band Last Flowers zu Hause. Und die mag es wohl geheimnisvoll. Denn mehr als den aktuellen Wohnort und den Band- und Albumnamen geben die Musiker nicht preis. Die wenigsagende Schublade “post-alternative” hat die Band aus dem Bundesstaat Washington gewählt. Auf ihrem Album “From A Piano Room” tummeln sich 12 erfrischende Stücke zwischen Folk und Pop.

Weiter geht’s mit einer ziemlich außergewöhnlichen Compilation-Reihe. Die heißt “El Baile De Los Muertos”. “Der Tanz der Toten”. Die aktuelle Ausgabe bündelt südamerikanische Salsa-Klänge und wurde von Restaurant-Besitzern aus Los Angeles zusammengestellt. Neben spanischem Essen, servieren die Macher auch Musik von Künstlern, die in ihrer Bar auftreten. Wir hören eine Salsa-Bigband aus Puerto Rico. Charlie Aponte und die El Gran Combo de Puerto Rico. Der Song heißt “Brujeria”.

Jetzt wird’s melancholisch. Eg. So heißt eine Band aus Litauen, die Musik zwischen Postrock und Folk macht. Eg kommen aus Vievis, das ist eine winzige Stadt im Südosten Litauens, in einer waldreichen Gegend gelegen, direkt am Vievis-See. Das 5000 Einwohner-Städchen boomt derzeit und ist gut angebunden. Eine Eisenbahnlinie und eine Schnellstraße führen zur Hauptstadt Vilnius. Am östlichen Stadtrand soll die orthodoxe Kirche sehr groß sein. Ein interessanter Gegensatz, der irgendwie zu dieser Musik passt. Wir hören “filo” von Eg aus Litauen.

“I Sleep Alone”, “Ich schlafe allein”, so heißt das neue Album von Josh Britton alias Psalmships. Schon beim Albumtitel wird klar: Josh Britton ist ein Mann der melacholischen Töne. Um uns in seine Welt hineinzuziehen, braucht er nicht viel. Eine Gitarre, drei Akkorde und seine Stimme reichen völlig. Wer Musik über gebrochene Herzen mag, der wird Psalmships lieben. Hier ein Text-Auszug aus dem nun folgenden Song: “My heart is a falling star, burning close to wherever you are”. Wir hören Psalmships mit “Patience To Undo the Patience”

Zum Schluss noch Musik mit afrikanischen Wurzeln, von einem französischen Tänzer, Musiker und DJ. Yvan Vuarambon. Alien lautet sein Künstlername und unter diesem Namen hat er im September eine Compilation mit dem Titel “AfroRhytmic” im Netz veröffentlicht. “Ein AfroBeat Mix, den ich allen Tänzern der Welt widme” schreibt er dazu. Wir hören den ersten Track seiner Gratis-AfroBeat Sammlung.

Breitband Netzmusik-Playlist vom 27.09.2014
B-May – What happended to Hiphop (CC BY)
Last Flowers – Helples Coves (CC BY)
El Gran Combo de Puerto Rico con Charlie Aponte – Brujeria CC BY
Eg – Filo (CC BY)
Psalmships – Patience To Undo the Patience (CC BY-NC-ND)
Alien – Track 1 (CC BY)

Foto: CC-BY Flickr/Jordanhill School D&T Dept

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