Essentielle Erzählungen. Drei Empfehlungen zum Hinhören IV

Ich höre täglich Podcasts. Damit ich bei der großen Menge an Sendungen nicht den Überblick verliere, habe ich in meiner Podcatcher-App (ich nutze Pocket Casts) eine spezielle Playlist angelegt, in der Sendungen landen, die ich für besonders empfehlenswert halte. Hier im Blog versuche ich sie nach und nach öffentlich abzuarbeiten. Hier sind drei essentielle Geschichten über das Leben.

Eintagsliebe

Dass ein deutscher Hiphop-Track US-amerikanische Radiomacher dazu inspiriert, eine Sendereihe zum Thema „Eintagsliebe“ zu produzieren… das passiert wohl eher selten und ist eigentlich schon für sich genommen eine tolle Geschichte. Der Auftakt der dreiteiligen Serie „One-Day’s Love“ vom The Heart Team rund um Kaitlin Prest, ist allerdings noch auf einer weiteren Ebene außergewöhnlich. In „The Hurricane“ wird die Geschichte einer kurzen, stürmischen Liebe im abgeriegelten und Hurricane-gefährdeten New York erzählt, und zwar so wunderbar kreativ und liebevoll, dass einem beim Hören ganz schwindelig im Herzen wird. Dazu trägt auch der wohl außergewöhnlichste Einsatz von Klangatmosphäre bei, den ich je gehört habe. Ich will nicht spoilern, deshalb hört es einfach selbst!

► „The Hurricane“ / The Heart

The Living Room

Ich habe noch nicht ganz verstanden wie verdammt nochmal dieser Nick van der Kolk es immer wieder schafft, Geschichten zu erzählen, die einem so unter die Haut gehen. Es gibt kaum eine Folge „Love and Radio“, die mich nicht gefesselt hat. In der Großartigkeit seiner Podcast-Episoden sticht nun aber eine Sendung besonders heraus. „The Living Room“. Schon der Titel. Einfach klasse. Warum, kann ich an dieser Stelle leider nicht erzählen, denn das würde den Spannungsbogen dieser wunderbar witzig-grausam-traurigen Großstadt-Lebens-Liebes-Leidensgeschichte zerstören. Eine grandiose Reflektion des Lebens im Spiegel der urbanen Schein-Anonymität.

► „The Living Room“ / Love + Radio

Transhumanismus

Wenn alle „Laberpodcasts“ als Ergebnis so viel Erkenntnisgewinn produzieren würden, wie es Patrick Breitenbach und Nils Köbel in ihrem Soziopod veranstalten, dann würde es den Begriff „Laberpodcast“ wohl nicht geben. Wahrscheinlich würde man an dieser Stelle von „Diskurs-Radio“ sprechen. In der aktuellen Folge setzen sich die beiden mit dem Transhumanismus auseinander und sezieren im Gespräch die Herkunft und Entwicklung dieser technologie-bezogenen Denkrichtung. Unglaublich interessant und wie immer voller neuer Erkenntnisse, zumindest für mich.

► „Humanismus. Transhumanismus! Posthumanismus?“ / Soziopod

Immernoch nicht genug?! Dann schau doch mal hier vorbei und klick dich durch weitere Empfehlungen zum Hinhören.

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