Crash auf dem Mond, Kybernetik-Geschichte, Radio like it’s 1914. Drei Empfehlungen zum Hinhören III

Ich habe wieder drei neue Hörempfehlungen für euch (hier gibt’s mehr). Es geht um einen historischen Crash auf dem Mond, der zwar nicht wirklich passierte, so aber hätte passieren können. Außerdem wird die Geschichte der Kybernetik aufgearbeitet und ein inszeniertes Radiostück aus dem Jahr 1914 vorgestellt.

Crash auf dem Mond

Der erste bemannte Flug auf die Mondoberfläche am 20. Juli 1969 war ein Erfolg. Die abenteuerliche Reise hätte aber auch zum Desaster werden können. Für diesen Fall stand dem damaligen US-Präsidenten Nixon eine Rede zur Verfügung, die er nach einem möglichen Scheitern der Weltöffentlichkeit präsentiert hätte. Genau hier setzt das Stück „Moon Graffiti“ an. Die Astronauten Neil Armstrong und Buzz Aldrin sitzen auf dem Mond fest, eine Rückkehr zur Erde ist unmöglich und ihr Sauerstoff reicht noch zwei Stunden. Großartiges Kopfkino!

Our story was inspired by a real contingency speech written in 1969 by William Safire for Richard Nixon titled “In Event of Moon Disaster.“

► „Moon Graffiti“ / The Truth

Radio like it’s 1914

Weiter geht’s mit semifiktionalem Radio. 100 Jahre ist der Erste Weltkrieg her und weltweit stürzen sich Medien auf die Geschichten des Krieges. Die Macher von Studio 360 setzten dagegen eine überraschend simple und dennoch absolut einzigartige Idee um. Sie produzierten eine Radiosendung im Stil des Jahres 1914. Im Sound der Zeit, mit Musik, Nachrichten, Meldungen und Themen des Jahres, sogar die (Radio)Sprache wurde plausibel nachempfunden und vermittelt so den Eindruck einer radiofonen Zeitkapsel. Die aktuelle Folge des Howsound-Podcasts hat die Planung und Umsetzung der Sendung aufgearbeitet.

The idea is ridiculously simple. Make Kurt Andersen sound like he’s hosting Studio 360 in 1914. Carrying out the idea? Not so simple.

► „Set the Wayback Machine for 1914“ / Howsound

Kybernetik-Geschichte

Aus der Beschreibung des DLF: Der US-amerikanische Mathematiker Norbert Wiener (1894 – 1964) legte mit seinem 1948 veröffentlichten Werk „Kybernetik“ den Grundstein für eine der spektakulärsten wissenschaftlichen Utopien: Die Steuerungswissenschaft für Organismen, technische Geräte und Gesellschaften wurde sehr bald zu einer Richtschnur, an der sich zahlreiche Fachrichtungen orientierten. Das Feature „Menschmaschine. Maschine Mensch.“ von Michael Reitz fragt nach den Einflüssen kybernetischen Denkens auf die Kultur.

► „Menschmaschine. Maschine Mensch.“ / Michael Reitz / DLF

Foto (s.o.): NASA (AS11-40-5886 Neil Armstrong works at the LM)

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