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Google Music und der Tod. Oder: Wie sich der Selbstmord von Mark Linkous an meinem Frühstückstisch offenbarte.

Meinen Morgen starte ich gewöhnlich mit Google Music. Oft lasse ich die App über die Musikauswahl entscheiden. Die „Auf gut Glück!“-Radio Funktion trifft erstaunlich häufig meinen Geschmack und immer wieder frage ich mich, nach welchen Kriterien der Algorithmus die Songs auswählt. Er orientiert sich an meinem Hörverhalten, klar. Songs, die ich positive bewerte, merkt sich die Software und spielt Musik ähnlicher Künstler, Genres, usw. Youtube-Videos, die ich schaue oder in Google Plus teile oder mit einem +1 versehe, fallen ebenfalls in die Bewertung. Soweit so klar. ►►

Särge, Jugend und ein Kuchen. Drei Empfehlungen zum Hinhören.

Särge, Jugend und ein Kuchen - Empfehlungen zum Hinhören

In seinem viel zu langen aber trotzdem lesenswerten Artikel stellt Stan Alcorn absolut treffend fest, dass Audioinhalte im Netz einfach nicht die passenden Eigenschaften besitzen, die sie – anders als Bilder, Texte oder Videoclips – viral werden lassen. Das Hauptproblem: „You can listen while you drive or do the dishes, an insuperable competitive advantage over text or video, which transforms into a disadvantage when it comes to sharing the listening experience with anyone out of earshot.“ Bis wir einen Social Media integrierten „Share Now“ Button in all unseren Podcast- und Radio-Apps haben, bleibt vorerst nur die gute alte Empfehlung via Blog-Post. Ich fange einfach mal an. Hier sind drei Stücke, die mich beim Hören fasziniert haben und – noch viel wichtiger – Stücke, die nachklingen. ►►

Die mobile Radiostation

Foto: CC-BY Flickr/David Jones

Mobil Radiobeiträge oder Podcasts aufzuzeichnen ist einfach, dafür gibt es unzählige Flashrekorder und Smartphone-Apps. Auch für das Senden von (Live)Video gibt es eine riesige Auswahl an Apps. Dank Ustream, JustinTV, Livestream und Co. werden Smartphones per Knopfdruck zur Web-TV-Zentrale. Im Zuge der Entwicklungen scheint es fast so als wäre das mobile Livesenden von Audioinhalten übersprungen, bzw. vergessen worden, denn eine Audio-Only-Option bieten die Streaming-Dienste nicht und eine reine Audiolivestreaming-Plattform oder App gibt es (noch) nicht. ►►

Ich. Buch. „Mein digitales Ich“

grassegreiner

Die mittlerweile sehr umfangreiche Ideen- und Materialsammlung zum Thema Quantified Self, die diverse Anteile meiner Festplatte sowie einige Cloudspeicher ihr „Eigen“ nennen können, habe ich zusammen mit meiner reizenden Kollegin Ariane Greiner in ein gebündeltes Dokument gegossen, das nun via Metrolit wahlweise auf Papier und in eBook-Form erschienen ist. ►►

Knipsr. Die eigene Fotoplattform via WordPress

knipsr

Es mag ja sein, dass Flickr nach dem aktuellen Neustart noch einmal das Ruder herumreißen kann und mit seinem verlockenden Terabyte-Angebot neue Fotojünger ans Land zieht, aber ich für meinen Teil will es einfach mal alleine versuchen, ohne fremdgehostete Dienste. Ich mag den Ansatz von reclaim.fm aber solange es dafür keine bequeme Ein-Plugin-Lösung gibt, werde ich es so machen: eine separate WordPress-Installation mit simplem Responsiv-Template, das mehr oder weniger für die Bilddarstellung optimiert ist, wird per mobiler WordPress-App mit Fotos bestückt. Voilà! Eine Art Flickr in der eigenen Hosentasche.

Immersive und sinnlich erfahrbare Wahrnehmungsmuster in Computerspielen

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Für einen DRadioWissen-Beitrag (in der kommenden Woche zu hören), an dem ich gerade arbeite (UPDATE: Der Beitrag ist fertig), habe ich das Computerspielemuseum in Berlin besucht und mit dem Direktor und Kurator Andreas Lange über immersive und sinnliche Konzepte in Computerspielen gesprochen. In dem Recherchegespräch und Rundgang erklärte mir Andreas frühe VR-Brillen, Force-Feedback-Controller und die orts- und zeitaufhebenden Konzepte von Augmented Reality-Games. Neben visuellen und auditiven Spiel- und Interfacekonzepten kommen dementsprechend auch haptische, zeitliche und räumliche Wahrnehmungsmuster zur Geltung. ►►

Digitale Stille Post. Oder: Wenn Google sich selbst zuhört.

photo credit: lyk3_0n3_tym3 via photopin cc

photo credit: lyk3_0n3_tym3 via photopin cc

Spracherkennung und Sprachsynthese sind faszinierende und komplexe Elemente der modernen digitalen Welt. Einen digitalen Text in für Menschen verständliche, hörbare Worte zu verwandeln ist eine ebenso große Herausforderung wie der umgekehrte Weg, also die menschliche Sprache in einen verständlichen, lesbaren (digitalen) Text zu verwandeln. Was kommt wohl dabei heraus, wenn man eine Maschine einen Text vorlesen lässt, deren Worte wiederum von einer Maschine gehört und mitgeschrieben werden, deren Text ein weiteres Mal Vorlage für eine maschinelle Lesung ist? Ich habe diesen Vorgang ein paar Mal wiederholt. ►►

Crowdfund It Yourself – WordPress Crowdfunding Plugin „Ignition Deck“

Foto: Screenshot/Logo ignitiondeck.com
Foto: Screenshot/Logo ignitiondeck.com

Crowdfunding oder wie es die Wikipedia so schön im Antihip-alternativ-deutsch betitelt, Schwarmfinanzierung, ist eine tolle Sache. Ein Projekt wird von Fans oder Kunden finanziert, bevor das eigentliche Produkt überhaupt erhältlich ist. Ein Künstler nimmt im Schlafzimmer eine Songskizze auf, präsentiert das Stück seinen Fans und lädt sie ein, Teil des bald erscheinenden Albums zu werden, indem sie die Finanzierung der Studioaufnahme, Produktion und Pressung übernehmen. Im Gegenzug erhalten sie je nach Höhe ihrer finanziellen Unterstützung das fertige Endprodukt, Bonusmaterial, öffentliche Danksagungen oder sonstige Extrabonbons. Über 60 Millionen Dollar sammelten Künstler, Designer und Macher auf diese Weise bei der bekanntesten Plattform Kickstarter bisher. Die Erfolgsquote lag dabei bei 44 Prozent. Fast die Hälfte aller Kickstarter-Projekte konnten also durch die Masse im Netz finanziert werden. ►►

Unser Geist in der Maschine

Foto: Gehirnähnliche Muster in elektronischen Schaltkreisen CC BY-SA Flickr/Osamu Iwasaki
Foto: Gehirnähnliche Muster in elektronischen Schaltkreisen CC BY-SA Flickr/Osamu Iwasaki

Mensch und Maschine kommen sich näher. Denn die zunehmende Anzahl von Alltagssensoren in Smartphones gibt den Geräten nicht nur bessere Kenntnisse über unsere Umwelt; Sie lernen auch uns immer besser kennen. Der Blick in den Datenstrom des eigenen Körpers wird bald so normal sein wie der Blick in den Nachrichtenstrom des Netzes. ►►

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